Über mich

Die Leidenschaft zur Musik wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Ich bin in einem musikbegeistertem Elternhaus aufgewachsen. Es wurde gemeinsam gesungen, musiziert und Musik gehört – und zwar nicht nur Klassik.

Mein Vater komponierte eigene Stücke, welche bei Familienveranstaltungen und kleineren Festen begeistert vom Publikum aufgenommen wurden. Schon früh habe ich mit meiner Mutter regelmäßig vor allem Sinfoniekonzerte besucht, aber auch Ballett- und Opernvorführungen. Später dann auch mit Freunden Jazzkonzerte und – ja, auch gelegentlich Rock- und Popkonzerte. Der Bruder einer Nachbarin war Jazzpianist aus Detroit. Wenn er zu Gastspielauftritten nach Frankfurt kam, spielte er zu unserer großen Freude auch gerne bei uns zu Hause.

 

Mit 12 Jahren durfte ich dann endlich das Spiel mit meinem Lieblingsinstrument erlernen: die Querflöte.  Schon früh konnte ich in die Laienabteilung von Dr. Hoch’s Konservatorium wechseln. Mein Lehrer Erich Franzke war Mitglied im Opernorchester  und seine Erzählungen weckten dann endgültig den Wunsch in mir, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Ergänzt wurde meine Ausbildung neben der Schule bereits durch musiktheoretische Fächer. Wichtige Impulse erhielt ich dabei durch den Kammermusikunterricht bei Eric Lynn Kelley, der mich schon früh für die historische Aufführungspraxis sensibilisiert hat, und durch den Besuch des Studios für Neue Musik bei Claus Kühnl, der meinen musikalischen Horizont ungemein erweitert und nachhaltig geprägt hat.

 

Die Suche nach dem perfekten Klang wiederum begleitete mich schon vor dem Beginn meines Studiums durch die Begegnung mit Prof. Günter Ludwig und Prof. Alois Kottmann, die ich bei den Internationalen Hofheimer Musiktagen kennen lernte. Auch die Arbeit mit meiner Klavierpartnerin Karin Heidrich begann dort in Hofheim vor Aufnahme meines regulären Studiums bei einem Kammermusikkurs bei Prof. Ludwig.  Wir konnten einige Jahre wichtige Impulse für unser gemeinsames Spiel durch die regelmäßige Teilnahme an Meisterkursen und zusätzlichem Unterricht durch Prof. Ludwig erhalten.

 

Für meine heutige Art der Spielweise und Interpretation der Stücke wurde ich maßgeblich geprägt von: Walter Büchsel, mein Lehrer an der Musikhochschule Würzburg. Er gab mir das technische Rüstzeug mit auf meinen Weg. Damals habe ich manchmal über seine extreme Genauigkeit geschimpft – aber gerade sein bedingungsloses Streben und Fordern nach flötentechnischer Perfektion hat den Grundstock dafür gelegt, die Intentionen des Komponisten in einem Werk zum Ausdruck bringen zu können. Sein wunderbarer Humor und seine Herzlichkeit hat Walter Büchsel mir nicht nur in flötistischer Hinsicht zum Vorbild werden lassen.  Eine wunderbare Ergänzung und Vertiefung zum Unterricht bei Walter Büchsel war der Besuch der Sommerakademie am Mozarteum Salzburg, in welcher ich drei Wochen lang Unterricht bei seinem Lehrer Prof. Karlheinz Zöller erhielt.

 

Bei dem herausragenden Prof. Paul Meisen habe ich regelmäßig etliche Jahre Meisterkurse besuchen dürfen. Er hat nicht nur zur Vervollkommnung vor allem in tontechnischer Hinsicht mit seinen Anregungen beigetragen, sondern auch meine Liebe zur französischen Flötenmusik geweckt.

 

Auch bei Prof. Erich List, langjähriger Soloflötist im Gewandhausorchester und Professor an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, erhielt ich weitere wichtige Impulse zur flötistischen Vervollkommnung.

 

Die Krönung meiner Ausbildung waren aber die Jahre bei Prof. Eckart Haupt. Aufbauend auf technischer und klanglicher Perfektion  trat hier die Suche nach einer stilistisch werktreuen Interpretation in den Vordergrund – gepaart mit dialektischem Verständnis der Intentionen  des/der Komponisten/in. Eckart Haupt – einerseits ein ausgesprochener Spezialist für historische Aufführungspraxis, anderseits sehr offen für die Kompositionen unserer Zeit – hat mich und mein Spiel  entscheidend geprägt.  Seine Art der Herangehensweise an Werke, welche er mir vermittelt hat,  sind mir bis heute Richtschnur und Vision zugleich.

 

Nach meiner flötistischen Ausbildung  und neben meiner Konzerttätigkeit, die mich quer durch Deutschland und ins europäische Ausland führte, fügte die Begegnung mit der Dispokinesis meinem Leben eine neue Facette hinzu. Seit langem suchte ich – ich komme schließlich aus einem Ärztehaushalt – nach einer Verknüpfung von Medizin und Musik.  Diese Verbindung habe ich in der Dispokinesis in perfekter Form gefunden. Nach eigenem Erleben und Studieren der dispokinetischen „Urgestalten“ (Übungen) entschloss ich mich, die Ausbildung am Internationalen Institut für Dispokinesis zu absolvieren. Ich schloss das erste Ausbildungsjahr mit Diplom ab. Die weitere Dispokinesis-Ausbildung – wie auch meine Konzerttätigkeit – wurde dann durch eine Familienpause unterbrochen. Meine Unterrichtstätigkeit führte ich jedoch immer weiter, wenn auch teilweise stark eingeschränkt. 2006 nahm ich dann die Dispokinesisausbildung wieder auf und schloss sie mit dem DIRP-Diplom (Dispokineto-Instrumental Re-educational Processing) ab. Seit dieser Zeit arbeite ich mit großer Freude und Begeisterung als Dispokinesis-Coach.

Immer wieder habe ich aber auch während der Elternzeit konzertiert – so beispielsweise als Solistin mit dem Usinger Kammerorchester (u.a. Mozarts Flöte-Harfen-Konzert).

 

Ein besonderes Highlight meiner Konzerttätigkeit war dabei 2011 die Uraufführung von „Goya“ von Volker Ignaz Schmidt mit dem Ensemble <belcanto>-Dietburg Spohr und Eric Rückgauer, Klarinette, im Rahmen der „Tage Alter Musik Kelkheim“. Die Arbeit an diesem ungewöhnlichem Werk, bei der ich völlig neue Wege gehen konnte (so beispielsweise neue multiphonics entwickelte), hat mich sehr gereizt. Mit meiner Tätigkeit für den Frankfurter Tonkünstlerbund kam dann im Jahr 2014 die Möglichkeit im Rahmen von einem Gemeinschaftskonzert erstmals nach langer Zeit mit meiner Klavierpartnerin Karin Heidrich auf zu treten.  Seitdem arbeiten wir wieder unter dem Ensemblenamen „Flöte an Tasten“ regelmäßig zusammen und haben einige Konzerte spielen können. Diese gemeinsame Arbeit ist für mich ein großes Glück: Es ist die Möglichkeit, die von mir geliebten Werke wieder neu einzustudieren und zu vertiefen. Mit Karin Heidrich verbindet mich ein quasi „blindes“ Zusammenspiel – eine perfekte musikalische Ergänzung und eine wunderbare Freundschaft. 2015 haben wir dann mit der Sopranistin Julia Rother das Ensemble „voice meets flute“ gegründet, mit dem wir bereits mehrere vom Publikum begeistert aufgenommene Konzerte im Umkreis von Frankfurt spielten.

Nach dem Ausscheiden aus dem Frankfurter Tonkünstlerbund 2017 habe ich mich nun neben den Konzerten mit meinen Ensembles verstärkt meiner beratenden Tätigkeit gewidmet. So habe ich mich ergänzend zu meiner Dispokinesis-Ausbildung zur Stressmanagement-Trainerin und Burnout-Prophylaxe fortgebildet. Ich wurde als Dozentin in den Ausbildungslehrgang der Europäischen Gesellschaft für Dispokinesis berufen und habe 2018 den Vorsitz der Europäischen Gesellschaft für Dispokinesis übernommen. 2018 habe ich auch erfolgreich den ersten Musiker-Basic-Kurs der Spiraldynamik Akademie absolviert und bin nun offiziell Spiraldynamik Fachkraft Level Basic.

Meine Lehrer

Walter Büchsel – Flöte

Walter Büchsel studierte Flöte bei Prof. Karlheinz Zöller und war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn war Walter Büchsel ab 1973 für zwei Jahre Mitglied der Hamburger Sinfoniker. Im Anschluss spielte er ein Jahr bei den Wiener Sinfonikern. Stolze 38 Jahre lang war er Mitglied des Radiosinfonieorchesters des Hessischen Rundfunks, davon lange Zeit als Soloflötist. Fünfzehn Jahre, von 1984 bis 1999, hatte er einen Lehrauftrag an der Musikhochschule Würzburg inne, die letzten Jahre dieser Zeit als Ehrenprofessor. Zahlreiche Aufnahmen auch in ungewöhnlichen Besetzungen und mit wenig gespielten Werken und eine rege Konzerttätigkeit zeugen von seinem starken Engagement für das Musikleben.

Eckart Haupt – Flöte

Eckart Haupt studierte in Dresden bei Fritz Rucker (Flöte) und Manfred Weiss (Komposition) sowie in Leipzig bei Erich List (Flöte). Erste Anstellungen hatte er in Dessau und Berlin. 1970 holte ihn Kurt Masur als Soloflötist zu den Dresdner Philharmonikern. 1981 bekam er ein Engagement als Soloflötist der Staatskapelle Dresden durch Herbert Blomstedt, wo er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2010 spielte. Solokonzerte führten ihn quer durch Europa, Japan, den Nahen Osten, Südamerika und die USA. Seit 1992 spielte er als Soloflötist im Bayreuther Festspielorchester. Außerdem ist er Gründer und Leiter der „Dresdner Barocksolisten“. Er hat historische Quellen bei Peters und Hofmeister, beide Leipzig, mit herausgegeben (u.a. von Johann Joachim Quantz und dessen Lehrer Pierre-Gabriel Buffardin). Viele seiner Aufnahmen sind preisgekrönt. Die Aufnahmen mit Werken von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach gelten als exemplarisch. Eckart Haupt hat eine Professur an der Dresdner Musikhochschule inne und leitet internationaler Meisterkurse. Er erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, beispielsweise 1996 den Fritz-Busch-Preis. 2010 promovierte er über das Thema „Die Einführung der Böhmflöte in der Dresdner Hofkapelle an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden“ zum Dr. phil. Die überarbeitete Fassung der Schrift erschien 2011 als Band 2 der Studien zum Dresdner Musikleben im 19. Jahrhundert im Verlag Dohr. 2004 wurde er zum Kultursenator des Freistaates Sachsens ernannt.

Eric Lynn Kelley – Kammermusik, Cembalo

Der amerikanische Cembalist und Organist Eric Lynn Kelley kam durch ein Fulbright-Studium nach Europa und studierte an der Musikhochschule Frankfurt und in Amsterdam bei Gustav Leonhardt. 1974 gewann er den 3. Preis beim Internationalen Cembalowettbewerb in Brügge. Er konzertierte u.a. mit Frans Brüggen, Konrad Hünteler, Barbara Schlick und Christoph Prégardien. Von 1975 bis 2007 lehrte er Cembalo, historische Tasteninstrumente und Kammermusik an Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt.

Alois Kottmann – Kammermusik, Violine

Prof. Alois Kottmann nahm nach seinem Abitur zunächst in privatem Rahmen Violin-Unterricht im Hause Hölscher, wo er durch die Freundschaft zu Gert Hölscher (1930 – 2010) musikalisch besonders gefördert wurde. So lernte er dort schon in frühen Jahren den Pianisten Günter Ludwig kennen. An der Musikhochschule Frankfurt am Main studierte Kottmann bei Marie-Louise Graef-Mönch, Assistentin von Alma Moodie, und wurde nach Carl Flesch ausgebildet. Beim Hochschulwettbewerb in Hamburg wurde sein Geigenspiel prämiert. Ab 1958 war Kottmann als Hochschullehrer am Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt am Main tätig. Später war er als Dozent an der Frankfurter Musikhochschule, an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz aktiv. Von 1977 bis 1979 war er kommissarischer Leiter von Dr. Hoch’s Konservatorium.

 

Künstlerische Partnerschaften ging Kottmann mit Karl Freitag, Agnes Giebel, Peter-Lukas Graf, Ingo Goritzki, Rainer Hoffmann, Alois Ickstadt, Maria Jäger-Jung, Marietta Krutisch, Günter Ludwig, Albert Mangelsdorff, Gisela Sott und Heinz Teuchert ein.

 

Prof. Alois Kottmann engagiert sich bis heute unter anderem für den mehrfach in Frage gestellten Fortbestand des Hoch’schen Konservatoriums, für die regionale Förderung der Musikkultur im Rhein-Main-Gebiet, die Förderung internationaler junger Talente, die Werke Frankfurter Komponisten und die in der Mainmetropole begründete Geigentradition nach Carl Flesch, für ein Höchstmaß an Humanität sowie einen regen internationalen künstlerischen und sozialen Austausch. So hat er etliche renommierte Konzertreihen der Region, die Internationalen Musiktage Hofheim sowie das Streicher-Ensemble Collegium Instrumentale Alois Kottmann und das Kammerorchester Kottmann-Streicher gegründet. Er ist Initiator und Stifter des Alois-Kottmann-Preises für klassisches,  sangliches Violinspiel in Verbindung mit der Stadt Frankfurt am Main und Ideenträger für den Paul-Hindemith-Preis für Kunst und Menschlichkeit der Stadt Hanau. Von seinem vielseitigen künstlerischen Werk zeugen zahlreiche Aufnahmen in Funk und Fernsehen, sowie etliche CDs. Von Prof. Alois Kottmanns herausragendem Wirken als Musiker und seinem vielfältigem sozialen Engagement zeugen viele Ehrungen, wie z.B. der Verdienstorden des Landes Hessen am Bande (2002) und der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (2006).

Claus Kühnl – Studio für Neue Musik, Komposition

Claus Kühnl ist als Komponist seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts erfolgreich. Sein Ouevre umfasst zahlreiche Kammermusikwerke, mehrere Stücke für Orchester, zwei Opern, zwei Minutenopern sowie zahlreiche Werke für Klavier, darunter das vielbeachtete Album „Der beleidigte Papagei“, bei Breitkopf 2007 erschienen. Seine Musik ist tief in der Tradition verwurzelt und sucht das musikalische Experiment auch mittels der Beschäftigung mit anderen Musikkulturen.

 

Sein besonderes Interesse gilt dabei den komplexen seriellen Strukturen und neuen Differenzierungsmöglichkeiten der Tonintervalle, den Mikrointervallen. Claus Kühnl war u.a. Stipendiat der Cité Internationale des Arts Paris, der Villa Massimo in Rom und des Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg. 2010 erhielt er  den ersten Preis beim Concorso Internazionale di Composizione Musicale, Reggio Calabria für „Sonata 1“ für Klavier. Er lehrt derzeit an Dr. Hoch’s Konservatorium und an der Musikhochschule Frankfurt.

Günther Ludwig – Kammermusik, Klavier

Der Pianist Prof. Günter Ludwig ist einer der gefragtesten Klavierpädagogen Deutschlands. Nach seiner ersten musikalischen Ausbildung am Musikgymnasium in Frankfurt/Main studierte er Klavier bei August Leopolder und Marguerite Long sowie Dirigieren bei Kurt Thomas. Er gewann viele Preise bei internationalen Wettbewerben und konzertierte auf der ganzen Welt, u.a. als Solist unter den Dirigenten Günter Wand und Sir George Solti, sowie als Partner von bekannten Musikern wie z.B. dem Cellisten Janos Starker und den Geigern Alois Kottmann, Nathan Milstein, Max Rostal und Norbert Brainin. Seine besondere Liebe gilt der Kammermusik, die er auch als Liedbegleiter seiner Frau und im „Trio Ludwig“ mit seinen beiden Söhnen intensiv pflegt. Mit Norbert Brainin, dem ehemaligen Primarius des Amadeus-Quartetts, hat er in den letzten Jahren zahlreiche Konzerte gegeben; davon (seit dem ersten „Konzert in der Verdi-Stimmung“ im Dezember 1988 in München) die meisten in der wissenschaftlichen (tiefen) Stimmung von c’= 256 Hz. Mit seinem Jugendfreund Alois Kottmann hat er zahlreiche CDs aufgenommen und jahrzehntelang die Internationalen Musiktage Hofheim mit veranstaltet.

Paul Meisen – Flöte

Paul Meisen studierte bei Johannes Lorenz, Kurt Redel und André Jaunet. Er war von 1954 bis 1972 Soloflötist des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, dazwischen (1962/63) des Bayerischen Staatsorchesters München. 1960 wurde er mit dem Ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD ausgezeichnet. 1972 erhielt er eine Professur an der Hochschule für Musik Detmold, 1981 an der Hochschule für Musik in München. Er galt als einer der führenden Flötisten und Flötendozenten weltweit. Nach der Emeritierung hatte Paul Meisen 1996 bis 2003 eine Gastprofessur an der National University of Fine Arts and Music Tokio inne. Er konzertierte weltweit und veröffentlichte zahlreiche Aufnahmen. Anlässlich seines 75. Geburtstags veröffentlichte das Label MDG eine fünf CDs umfassende Retrospektive.

Karlheinz Zöller – Flöte

Karlheinz Zöller studierte in Frankfurt am Main und bei Kurt Redel in Detmold. Noch während seiner Ausbildung erhielt er einen 1. Preis beim „Wettbewerb für junge Solisten“, dem Vorläufer des Internationaler Musikwettbewerbs der ARD. Nach ersten Engagements in Frankfurt, Herford und beim Sinfonieorchester des Westdeutschen Rundfunks in Köln kam er 1960 als Soloflötist zu den Berliner Philharmonikern. Nach einem schweren Autounfall 1968 während eines Südamerika-Gastspiels, verließ er Berlin und nahm eine Professur an der Hochschule für Musik Hamburg an. Nach seiner Genesung kehrte er 1976 wieder als 1. Soloflötist zu den Berliner Philharmonikern zurück, denen er bis zur Rente angehörte. Er förderte die Neue Musik und war Solist in den Uraufführungen des Doppelkonzertes für Flöte, Oboe und Orchester von György Ligeti (1972), sowie der Flötenkonzerte von Isang Yun (1977) und Manfred Trojahn (1983). 1964 gründete er das Ensemble „Philharmonische Solisten Berlin“. Als Professor unterrichtete Karlheinz Zöller an der Hochschule der Künste Berlin und an der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker. Außerdem leitete er Meisterkurse. 1968 wurde er mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet.

Das Instrument

Meine Flöte…

… wurde vom Flötenbaumeister Horst Voigt gebaut. Horst Voigt absolvierte seine Ausbildung in der Musikinstrumentenstadt Markneukirchen in der Werkstatt Schreiber. In den 50er-Jahren verließ er die DDR und siedelte nach Stuttgart um. Hier eröffnete er nach kurzer Zeit seine eigene Werkstatt. Er baute Flöten, Flötenköpfe und Piccolos. Wartung, Pflege und Reparatur der Instrumente gehörten ebenfalls zum Leistungsumfang. Beim Kauf meiner Flöte konnte ich so unter verschiedenen Flötenköpfen wählen und entschied mich für einen Silberkopf mit Weißgoldplatte und vergoldeten Kamin mit einem herrlichen hellen Klang.

 

Ergänzt wird meine wunderbare Flöte durch einen MATIT-Flötenkopf. Dieser Kopf gibt einen wärmeren Ton, der Richtung Holzklang tendiert und eine große Bandbreite an Klangfarben zulässt. Gearbeitet ist er aus dem Verbundmaterial Graphit und mit einer Titanmundplatte versehen.

 

Heute führt der Sohn von Horst Voigt Michael Voigt, der ebenfalls Flötenbaumeister ist, die Werkstatt mit dem gleichen Angebot erfolgreich weiter. Michael Voigt bietet auch eine individuell anpassbare Daumenstütze und Zeigefingerstütze an, die jeweils fest an die Flöte montiert werden. Er baut bei Bedarf die Klappen der Flöte um, damit ein optimal an den Körper angepasstes Spielen der Flöte ermöglicht wird.

 

 

Ich kann die Werkstatt Voigt nur empfehlen. Daher an dieser Stelle die Kontaktdaten:

 

Michael Voigt
Stotzingerstraße 16
70499 Stuttgart
Tel.: 0711 8874771

Mehr Informationen zu MATIT-Flöten und Flötenköpfen

MATIT-Flöten und Flötenköpfe: Der innovative Flötenhersteller aus Finnland verwendet Graphit, also Kohlenstoff, im Flötenbau.

 

Kohlenstoff ist das häufigste in der Natur gefundene chemische Element.  Diamanten, Pflanzen und die meisten natürlichen Organismen bestehen aus Kohlenstoff.

Kohlefaser ist eine der neuesten Verstärkungsmaterialien und wird in Verbundwerkstoffen verwendet.  Es ist ein echtes High-Tech-Material, das sehr gute Struktureigenschaften bietet. Besser als die von jedem Metall, ganz zu schweigen von Kunststoffen!  Ursprünglich wurde es für den Einsatz in der Raumfahrttechnik entwickelt.  Kohlefaser werden für den Einsatz im täglichen Gebrauch eingesetzt, wo außerordentlich hohe Leistung benötigt wird, wie  beispielsweise für Sportgeräte, Rennwagen, Boote usw.

Mit Kohlefaser eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten in der musikalischen Akustik.  Die Wirkung des Materials auf den Klang der Flöte ist seit langem ein Gegenstand der Forschung.  Bereits im 19. Jahrhundert experimentierte Theobald Boehm mit verschiedenen Materialien und kam zu dem Schluss, dass ein leichter und starker Körper das beste Klangergebnis liefert.  Die Idee, aus Kohlefaser eine Flöte zu bauen, entstammt  den wissenschaftlichen Berechnungen des Konstrukteurs der MATIT-Flöte Matti Kähönen.  Er begann mit der  Wirkung auf den Klang durch die Verwendung von Kohlefaser als im Flötenbau außergewöhnliches Material zu experimentieren.  Das wichtigste Element für den Klang ist die schwingende Luftsäule im Inneren der Flöte.  Für ein optimales Ergebnis musste Kähönen den Bau der Flöte neu definieren. Der Aufbau des Körpers folgt entlang der Platzierung von richtig proportionierten Tonbohrungen und einer optimalen Kopfstück-Verjüngung. Die Wanddicke und Anblasloch-Konfiguration musste für die besten akustischen Tonbedingungen mit dem neuartigen Material angepasst werden. Ein Weg des Experimentierens, der über 10 Jahre bis zur professionellen Produktion von Flöten und Flötenmundstücken andauerte.

Wie erhofft zeigte sich recht schnell, dass die Flöte aus Kohlefaser einen reaktionsschnellen, leistungsstarken und satten Klang mit großer Dynamik in Volumen und Klangfarben erzeugt.  Akutische Tests im Labor der Akustik an der Helsinki University of Technology bewiesen, dass  das gemessene Klangspektrum besonders reich im Vergleich zu den besten herkömmlichen Flöten aus Silber, Gold und Holz ist.

 

Die MATIT-Flöten verfügen außerdem über eine patentierte neue Mechanik auf Basis von Magneten.