Nach dem Auftritt ist vor dem Auftritt

Der Auftritt ist vorbei, wurde mehr oder weniger gefeiert. Der Tag danach: Die Vortragsutensilien werden ausgepackt, die dreckige Wäsche gewaschen…
Man kann diese Routinearbeiten aber schon bewusst für die Vorbereitung der nächsten Veranstaltung nutzen und sich so bei der Vorbereitung der nächsten Veranstaltung jede Menge Arbeit ersparen:

Sofort beim Auspacken und Einräumen der Vortragsutensilien eine Liste erstellen, mit Dingen, die nachgekauft werden müssen. Wenn beispielsweise die Ersatzbatterien gebraucht wurden, neue Batterien auf die Einkaufsliste setzen. Wenn man dies ganz konsequent durchführt, braucht man bei der Vorbereitung der nächsten Veranstaltung nur noch die Checkliste abarbeiten – denn es ist schon alles vorhanden! Wenn eine spezielle Auftrittstasche oder -koffer existiert, ist diese oder dieser natürlich auch sofort wieder zu bestücken. Hier empfiehlt es sich, eine Liste mit den fehlenden Utensilien oben in die Tasche oder den Koffer zu legen. So hat man gleich beim Öffnen den Überblick, was noch ergänzt werden muss.
Bei der inhaltlichen Nachbereitung ist nun konstruktive Kritik angesagt: Zunächst erst mal bewusstmachen, was gut geklappt hat. Auch hier eine Liste erstellen. Diese Liste kann dann als Motivationshilfe genutzt werden, wenn mal wieder die Selbstzweifel hochkochen. Jetzt hat man etwas ganz Konkretes in der Hand, das gut bewältigt wurde und kann daraus neues Selbstbewusstsein aufbauen.
Dann gibt es aber bestimmt die eine oder andere Passage im Vortrag oder im Ablauf, die nicht ganz reibungslos oder perfekt gelaufen ist. Hier gilt es sich bewusst zu machen, was da nicht den Vorstellungen entsprechend geklappt hat. Und dann geht die Fehleranalyse los: Ist beispielsweise eine Passage des Vortrags nicht geglückt, so kann man diese Passage noch mal durch Üben absichern, ist in der Vorbereitung an einem Punkt Stress aufgekommen, so sollte man schauen, was die Ursache des Stresses war. Vielleicht kann man dies mit etwas mehr eingeplanter Pufferzeit beheben. Oder die Absprachen mit dem Veranstalter präziser treffen. Oder es wird festgestellt, dass das Sprechen doch noch zu schnell war. Hier dann natürlich das langsame, artikulierte Sprechen weiter üben. Oder der Vortrag ist zu lang geraten. Hier noch mal mit der Uhr üben und ggf. Textpassagen kürzen…
So gestärkt, optimiert und bestens vorbereitet dürfte die nächste Veranstaltung bestimmt noch viel, viel besser werden! Also, nur Mut und Weitermachen!

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