Typische Stressfallen in der Vorbereitung und ihre Vermeidung

Welcher Musiker hat nicht so etwas oder ähnliches bereits erlebt?
Eben hat die Pultlampe noch funktioniert. Auf einmal geht sie aus – die Bühne ist nur spärlich beleuchtet – und wo sind die Ersatzbatterien? Natürlich: zu Hause!

 

Oder:

Zur Bewerbung seines Vortrages lässt Herr Müller Flyer drucken, die er zwei Wochen vorher im Ort verteilen möchte. Die Flyer werden pass genau zwei Wochen vor der Veranstaltung geliefert. Doch: Die Uhrzeit ist falsch gedruckt. Die Flyer gehen zurück zur Druckerei. Die Druckerei braucht fünf Werktage plus Versand zum Druck der korrigierten Flyer. Jetzt gibt es aber noch einen Feiertag dazwischen – und die neuen Flyer sind erst drei Tage vor dem Vortrag da. Eigentlich schon viel zu spät…

Oder:

Das Verbindungskabel zum Beamer funktioniert nicht. Das stellt Frau Meier einen Tag vor der Veranstaltung fest. Blöderweise an einem Samstagabend. Sie schafft es mit hängender Zunge kurz vor Ladenschluss zum Media Markt – aber das betreffende Kabel ist nicht mehr vorrätig. Was nun?

Es gibt jede Menge typische Stolpersteine in der Vorbereitung eines Konzertes, eines Vortrages, einer Veranstaltung: Die Utensilien für die Veranstaltung sind schadhaft, es fehlen Utensilien, die Werbung vor der Veranstaltung ist ungenügend, der Zeitplan wird durch äußere Umstände durcheinandergewirbelt, das Kind kommt mit Läusen aus der Kita, und, und, und…

Aber es gibt nur einen gemeinsamen Grund: Bei „richtiger“ Vorbereitung hätte man diese stressigen Stolpersteine durchaus vermeiden können! Und sich damit jede Menge Stress erspart.

Und daraus folgt die Frage: Was ist denn eine „richtige“ Vorbereitung?

Zu einer „richtigen“ Vorbereitung gehören eine genaue Auflistung, was zu erledigen ist – und natürlich wann es zu erledigen ist. Also eine strukturierte Zeitplanung und eine Planung für das Equipment der jeweiligen Veranstaltung.
Meiner Erfahrung nach sollte diese Planung nicht nur die benötigten Utensilien für das Konzert, den Vortrag, die Veranstaltung beinhalten, sondern weitergehen:
Möchte ich bestimmte Kleidung bei der Veranstaltung tragen? Ist diese in Ordnung und sauber? Ist ein Friseurbesuch davor angeraten?
Das ist – ich gebe es zu – zwar eine typisch „weibliche“ Sicht – aber auch die Herren der Schöpfung tuen sich gut daran, nicht mit einem befleckten Hemd oder schmutzigen Schuhen bei ihrer Veranstaltung aufzutauchen (Es sei denn, es würde zum Image gehören…).
Schließlich steht der Künstler oder Vortragende in der Öffentlichkeit. Und da gibt es gewisse Standards, die einzuhalten sind. Im Zeitalter von social media finden sich solche Fauxpas schnell für alle Ewigkeiten gebannt in den entsprechenden Netzwerken wieder. Außerdem stresst es, wenn ich mich in der Kleidung, die ich gerade bei einer öffentlichen Veranstaltung trage, nicht wohl fühle. Diesen Stress kann man doch leicht vermeiden!

In den folgenden Blogs geht es nun konkret darum, wie ich meine Vorbereitung so gestalten kann, dass die meisten Stolpersteine vermieden werden. Also um Stressreduzierung durch eine möglichst optimale Vorbereitung.

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