Anti-Corona-Challenge Tag 2: Tagesablauf

Heute möchte ich euch eine kleine Hilfestellung zur Zeitplanung des Tages geben. Auch die richtige Zeiteinteilung kann dazu beitragen, euren Tag entspannter und bewusster zu gestalten und damit langfristig eure Gesundheit zu erhalten. Abgesehen davon ist es sinnvoll – und gerade jetzt, wenn wir uns alle neu sortieren müssen und aus unseren Routinen heraus gerissen werden ist der perfekte Zeitpunkt, unseren Tag bewusst zu gestalten. Wir holen uns damit auch ein Stück Souveränität über unser Leben zurück!

Zunächst hat es sich bewährt, im Tagesablauf den sogenannten BRAC-Rhythmus zu berücksichtigen. BRAC bedeutet Basic Rest Activity Cycle. Entdeckt wurde der BRAC-Rhythmus von Nathaniel Kleitmann, der 1953 auch den REM-Schlaf entdeckt hat. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Studien, die sich mit diesem Zyklus auseinandersetzen. Es wurde erforscht, dass sich alle 70 bis 90 Minuten eine Phase der Dominanz des sympathischen Nervensystems mit einer etwa 10- bis 20-minütigen Phase, in der das parasympathische Nervensystem vorherrscht, abwechseln. Also 70 bis 90 Minuten bewusst gesteuerte Aktivität, konzentriertes Arbeiten gefolgt von einem Leistungstief von 10 bis 20 Minuten.

Wenn ihr das berücksichtigt, habt ihr schon viel für eure Leistungsfähigkeit und damit auch für eure Gesundheit gemacht! Wenn ihr euren Tagesablauf noch optimaler gestalten wollt, könnt ihr dann noch die Zyklen der Organuhr berücksichtigen. Die Organuhr ist in der traditionellen chinesischen Medizin überliefert worden. Dort hat man entdeckt, dass gewisse Körperfunktionen zu bestimmten Uhrzeiten vorherrschend in Aktion sind. Unter Berücksichtigung der Zeiten der Organuhr kann man beispielsweise die Phase der besonderen geistigen Leistungsfähigkeit von 9 Uhr bis 11 Uhr für Dinge nutzen, die klares Nachdenken erfordern.