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	<title>Musikermedizin Archive - Schneppat-Music</title>
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	<title>Musikermedizin Archive - Schneppat-Music</title>
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		<title>6 Zeichen für gesunde Zähne &#8211; Warum sie für Musiker unverzichtbar sind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ute- Gabriela Schneppat]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 13:52:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zahngesundheit spielt auch für Musiker eine größere Rolle, als man denkt. Ob Sänger, Blasinstrument-Spieler oder sogar Streicher – gesunde Zähne und ein stabiler Kiefer sind für optimales Musizieren unerlässlich. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.schneppat-music.de/6-zeichen-fuer-gesunde-zaehne/">6 Zeichen für gesunde Zähne &#8211; Warum sie für Musiker unverzichtbar sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.schneppat-music.de">Schneppat-Music</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1080" height="1080" src="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2024/09/Kopie-von-@schneppat-music.de_.jpg" alt="6 Zeichen für gesunde Zähne - Grafik mit einem weißen Zahn in der Mitte" class="wp-image-26025" srcset="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2024/09/Kopie-von-@schneppat-music.de_.jpg 1080w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2024/09/Kopie-von-@schneppat-music.de_-980x980.jpg 980w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2024/09/Kopie-von-@schneppat-music.de_-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1080px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption">6 Zeichen für gesunde Zähne</figcaption></figure>



<p><strong>6 Zeichen für gesunde Zähne</strong></p>



<p>Warum sie für Musiker unverzichtbar sind</p>



<p></p>



<p><strong>Zahngesundheit</strong> ist nicht nur für das tägliche Wohlbefinden wichtig, sondern <strong>spielt auch für Musiker eine größere Rolle</strong>, als man vielleicht denkt. Ob Sänger, Blasinstrument-Spieler oder sogar Streicher – <strong>gesunde Zähne und ein stabiler Kiefer sind für optimales Musizieren unerlässlich.</strong> </p>



<p>Aber woran erkennt man überhaupt, dass die eigenen Zähne gesund sind?</p>



<h2 class="wp-block-heading">1. strahlend weiße Zähne</h2>



<p>Ein gesundes Gebiss hat einen <strong>natürlichen Glanz</strong> und strahlt Vitalität aus. <strong>Gesunde Zähne reflektieren Licht und erscheinen weiß</strong>, ohne künstlich zu wirken. Gelbliche Verfärbungen oder Flecken können auf eine mangelnde Zahnpflege oder sogar tieferliegende Zahnerkrankungen hinweisen. </p>



<p>Für Sänger und Blasinstrument-Spieler ist ein gesundes, ästhetisches Lächeln zudem wichtig, da die Zähne <strong>eine Rolle in der Artikulation und Tonbildung</strong> spielen.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">2. frischer Atem</h2>



<p>Frischer Atem ist ein Zeichen dafür, dass im Mund alles im Gleichgewicht ist. <strong>Unangenehme Gerüche deuten oft auf Zahnfleischerkrankungen oder Karies hin</strong>. </p>



<p>Für Musiker, die in engem Kontakt mit Publikum oder Bandkollegen stehen, ist frischer Atem <strong>nicht nur eine Frage der Gesundheit</strong>, sondern auch des sozialen Wohlbefindens. </p>



<p>Gerade für Sänger, die ihre Stimme in den Vordergrund stellen, kann schlechter Atem die Konzentration und den Auftritt beeinflussen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">3. festes Zahnfleisch</h2>



<p></p>



<p>Gesundes Zahnfleisch ist <strong>blassrosa, fest und schließt dicht an die Zähne an</strong>. Es sollte beim Zähneputzen nicht bluten. </p>



<p>Blas- und Holzblasinstrument-Spieler brauchen besonders festes Zahnfleisch, da das Spielen dieser Instrumente <strong>hohen Druck auf die Lippen und Zähne </strong>ausübt. <strong>Schwellungen oder Entzündungen können hier die Mundmotorik stark beeinträchtigen </strong>und ziemlich schmerzhaft sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">4. keine Empfindlichkeit gegenüber heißen oder kalten Speisen</h2>



<p>Gesunde Zähne reagieren <strong>nicht empfindlich auf Temperaturunterschiede</strong>. Wenn heiße oder kalte Getränke und Speisen <strong>Schmerzen verursachen, kann dies auf Karies oder freiliegende Zahnhälse </strong>hindeuten. </p>



<p>Besonders für Blasinstrument-Spieler ist es wichtig, dass sie keine Empfindlichkeiten im Mundraum haben, da <strong>ständiger Druck auf die Zähne ausgeübt </strong>wird. Auch Sänger profitieren von schmerzfreien Zähnen, um volle Stimmkontrolle zu behalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">5. feste Zähne</h2>



<p>Gesunde Zähne <strong>sitzen fest im Kiefer</strong> und wackeln nicht. Wackelnde Zähne können ein Anzeichen für Parodontitis oder andere Kiefererkrankungen sein. </p>



<p>Für Musiker, die ein Blasinstrument spielen, ist dies besonders entscheidend. Sie brauchen <strong>einen stabilen Biss, um die notwendige Spannung für den Tonaufbau zu halten</strong>. </p>



<p>Aber auch Streicher wie Violinisten und Bratschisten profitieren von einer stabilen Zahnstruktur, <strong>da das Kiefergelenk eng mit der Haltung und Spielweise verbunden </strong>ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">6. schmerzfreie Zähne</h2>



<p>Keine Schmerzen beim Kauen oder Zähneputzen? Perfekt! <strong>Gesunde Zähne sind schmerzfrei </strong>und frei von Karies oder Entzündungen. </p>



<p>Musiker, die unter Zahnschmerzen leiden, sind in ihrer Konzentration und Leistung eingeschränkt. Egal, ob es darum geht, das Mundstück des Instruments richtig anzusetzen oder beim Singen den richtigen Resonanzraum zu nutzen – <strong>Zahnschmerzen lenken ab und beeinträchtigen das Spiel oder den Gesang.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum gesunde Zähne für Musiker so wichtig sind</h2>



<p>Zähne sind nicht nur optisch für ein sympathisch-machendes Lächeln oder generell für die Verdauung entscheidend – sie spielen eine große Rolle bei der musikalischen Performance, oft ohne dass man sich dessen bewusst ist. </p>



<p>Doch wie genau <strong>wirken sich gesunde Zähne auf die verschiedenen Instrumente aus?</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">für Sänger: Die Resonanz verbessern</h2>



<p>Gesunde Zähne sind <strong>Teil des Resonanzraumes</strong>, der beim Singen entscheidend ist. Die r<strong>ichtige Zahnstellung und der Kiefer tragen zur Klangbildung </strong>bei und beeinflussen die Artikulation. Besonders für klassische Sänger oder Opernsänger, die viel Wert auf Präzision legen, ist ein gesunder Mundraum essenziell. <strong>Zahnschmerzen oder ein instabiler Biss können sogar zu Veränderungen in der Stimmlage und Stimmfarbe führen.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">für Bläser: Die Basis der Tonbildung</h2>



<p>Bläser sind <strong>stark auf ihre Zähne und den Kiefer angewiesen</strong>. Die <strong>Zahnreihen dienen als Widerstand </strong>und <strong>unterstützen die richtige Lippenspannung</strong>, um den Ton zu erzeugen. Zahnfehlstellungen oder Schmerzen können das Mundstück nicht nur unangenehm machen, sondern auch den gesamten Klang und die Technik stören. <strong>Ohne stabile und gesunde Zähne ist es für Bläser praktisch unmöglich, den notwendigen Luftdruck und die exakte Technik aufzubauen.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">für Streicher: Haltung und Präzision</h2>



<p>Streicher mögen auf den ersten Blick weniger von ihren Zähnen abhängig wirken, doch das Gegenteil ist der Fall. <strong>Besonders Violinisten und Bratschisten halten ihre Instrumente oft eng am Kiefer oder an der Wange. </strong>Eine ungesunde Zahnstruktur oder Kieferprobleme können <strong>zu Schmerzen und Fehlhaltungen führen</strong>, was die Beweglichkeit einschränkt. Ein stabiler Kiefer ist für eine ausgeglichene Haltung und präzises Spiel daher unerlässlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Gesunde Zähne &#8211; ein Muss für alle Musiker!</h2>



<p>Gut und mit Freude Musik machen ist nicht nur eine Frage des Talents, sondern <strong>auch des körperlichen Wohlbefindens. </strong>Gesunde Zähne tragen massgeblich dazu bei, dass Musiker schmerzfrei, konzentriert und optimal ihre Musik spielen können. </p>



<p>Egal ob du singst, ein Blasinstrument spielst oder die Geige unter dem Kinn hältst – <strong>Zahngesundheit beeinflusst deine Performance mehr, als du vielleicht denkst. </strong></p>



<p>Also achte gut auf deine Zähne, denn sie helfen dir, das Beste aus deiner Musik herauszuholen!&nbsp;</p>



<p>Wenn du mehr über Musikergesundheit erfahren oder einfach nur weiter mit mir in Kontakt bleiben möchtest, melde dich bei meinem Newsletter an!</p>



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<p></p>
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		<title>Ein Dreiklang gegen Schmerzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ute- Gabriela Schneppat]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Oct 2021 13:50:03 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Liebscher & Bracht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit den drei Schritten der Schmerztherapie nach Liebscher &#038; Bracht - Osteopressur, Engpassdehnungen und Faszien-Rollmassage - kannst du effektiv etwas gegen deine Schmerzen tun.</p>
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<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Dreiklang gegen Schmerzen: die Schmerztherapie nach Liebscher &amp; Bracht</h2>



<p>Der Dreiklang in der Schmerztherapie nach Liebscher &amp; Bracht besteht aus drei aufeinander aufbauenden Schritten:</p>



<p>1. der <strong>Osteopressur</strong></p>



<p>2. den <strong>Engpassdehnungen</strong> und</p>



<p>3. der <strong>Faszien-Rollmassage</strong>.</p>



<p>Mit diesen drei Schritten kannst du <strong>effektiv etwas gegen deine Schmerzen tun</strong>. </p>



<p>Und das Schöne ist dabei: <strong>Du kannst (fast) ohne fremde Hilfe schmerzfrei werden</strong> &#8211; durch dein eigenes Tun. Warum das so gut funktioniert, erkläre ich dir heute im Blog.</p>



<p></p>



<p>Wie Schmerz im Körper entsteht, kannst du genauer im letzten Blog-Artikel nachlesen. Ich möchte dir heute ein ganz anschauliches Bild an die Hand geben, das Roland Liebscher-Bracht auch gerne bei seinen Vorträgen verwendet. Ich finde dieses Bild so wunderbar anschaulich, dass ich es hier wiederholen möchte:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Schmerzsee</h2>



<p>Gehen wir mal davon aus, dass ein Gelenk in jungen Jahren in besten Zustand ist. Nun wird es ja immer weiter viele Jahre ständig gebraucht: Es wird durch viele Belastungen immer weiter beansprucht. Es zeigen sich <strong>mit der Zeit am Gelenk immer mehr die Folgen der Belastungen</strong>. &nbsp;Erste Abnutzungserscheinungen sind irgendwann sichtbar. Und vielleicht wird das Gelenk auch durch Fehlbelastungen mit der Zeit überlastet.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-rounded"><img decoding="async" width="970" height="1024" src="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2021/10/Schmerzsee-970x1024.jpg" alt="Der Schmerzsee Zeichnung von Ute-Gabriela Schneppat" class="wp-image-25183"/><figcaption class="wp-element-caption">Der Schmerzsee</figcaption></figure>



<p>Wenn man sich das Gelenk jetzt im perfekten Zustand vorstellt, so befindet es sich es am Boden eines Sees. Durch die ständige Belastung wandert unser Gelenk nun Richtung Wasseroberfläche. <strong>Es entfernt sich immer mehr vom Idealzustand.</strong> Aber noch ist alles in bester Ordnung. Dem Gelenk ist es zwar inzwischen anzusehen, dass es sich vom Idealzustand entfernt hat. Aber noch ist dies nicht bemerkbar. Irgendwann kommt der Punkt, wo unser Gelenk die Wasseroberfläche erreicht und über der Oberfläche sichtbar wird. Jetzt ist der Moment gekommen, wo wir unser Gelenk wahrnehmen. Der Grund: <strong>Es schmerzt!</strong></p>



<p>In unserem Bild schaut das Gelenk <strong>nur ein winziges Stück über die Wasseroberfläche</strong>. Es braucht also nur dieses kleine Stück wieder zurückgehen, damit es wieder unter die Wasseroberfläche abtaucht. Das ist wirklich nicht viel! Und in dem Moment, wo unser Gelenk nicht mehr zu sehen ist, <strong>nehmen wir keinen Schmerz mehr wahr</strong>. Der Schmerz ist verschwunden!</p>



<p>Das heißt natürlich nicht, dass jetzt alles in bester Ordnung ist. Unser Gelenk ist noch sehr nah an der Oberfläche des Sees. Aber es ist schmerzfrei. Und <strong>durch den Dreiklang der Schmerztherapie</strong> nach Liebscher &amp; Bracht können wir unser Gelenk auch noch weiter Richtung des Bodens des Sees absteigen lassen. So wird die Wegstrecke, bis unser Gelenk wieder zu schmerzen anfängt, wieder größer werden. Und wir können sogar dauerhaft schmerzfrei werden. Sind das nicht wunderbare Aussichten?</p>



<p>Erreichen können wir dies durch den Dreiklang in der Schmerztherapie nach Liebscher &amp; Bracht. Diese Methode ist inzwischen aufgrund ihrer hohen Wirksamkeit sehr bekannt geworden. Viele Übungen zum Nachmachen und den ersten Einstieg findest du auf YouTube. Ich möchte dir nun kurz die verschiedenen, aufeinander aufbauenden Bausteine der Schmerztherapie nach Liebscher &amp; Bracht vorstellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Osteopressur nach Liebscher &amp; Bracht</h2>



<p>Die Osteopressur ist eine <strong>Akutmaßnahme zur Schmerzausschaltung oder -reduzierung</strong> über die Alarmschmerzrezeptoren. Bei der Osteopressur werden manuell verschiedene Punkte direkt an den Knochen gedrückt. Dies geschieht entweder durch Druck der Finger an den entsprechenden Punkten oder mittels der eigens dafür entwickelten Osteopressurkegel. Dadurch kommt es zu einem ersten Löschen von fehlerhaften Muskelprogrammen in den Basalganglien. Im Gehirn ist somit der Schmerz nicht mehr wahrnehmbar.</p>



<p>Die Osteopressur kann nur bedingt selbst ausgeführt werden. <strong>Entscheidend für ihre Wirksamkeit ist die exakte Durchführung der Osteopressur.</strong> Daher solltest du sie auf jeden Fall von jemand durchführen lassen, der in der Osteopressur nach Liebscher &amp; Bracht ausgebildet ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Engpassdehnungen nach Liebscher &amp; Bracht</h2>



<p><strong>Kernstück der Schmerztherapie</strong> nach Liebscher &amp; Bracht sind die Engpassdehnungen. Sie festigen die durch die Osteopressur eingeleiteten Löschungen und Neuprogrammierungen in den Basalganglien. Es gibt <strong>insgesamt 27 verschiedene Übungen</strong>, die je nach körperlicher Beweglichkeit in unterschiedlichen Varianten durchgeführt werden können. Sie haben einen speziellen Aufbau in denen sich <strong>sowohl aktive als auch passive Muskeldehnungsanreize sowie Muskelkräftigungssequenzen </strong>abwechseln. So erzielt man einen größtmöglichen Effekt: Die Muskeln und Faszien erlangen mit fortschreitendem Trainingserfolg wieder ihre ursprüngliche Länge, Verklebungen des Bindegewebes lösen sich. <strong>Muskulatur, Faszien und Bindegewebe werden wieder durchlässig</strong> für präzise Ansteuerungsimpulse, wie wir sie für unser motorisch differenziertes Instrumentalspiel brauchen.</p>



<p>Die Engpassdehnungen sollten <strong>erst einmal richtig angelernt werden</strong>. Denn auch hier hängt der Erfolg von der Korrektheit der Ausführung ab. Das möglichst tägliche Üben ist dann aber dein Part: Hier kannst du deinen Weg in dein schmerzfreies Leben selbst in die Hand nehmen!</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Die Faszien-Rollmassage nach Liebscher &amp; Bracht</h2>
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<p>Mit der Faszien-Rollmassage wird der Dreiklang der Schmerztherapie nach Liebscher &amp; Bracht vollständig. Sie ist <strong>ein weiteres Hilfsmittel, die Schmerzfreiheit langfristig zu sichern</strong>. Das Rollen erleichtert vor allem bei Verkürzungen den Zugang zu den Engpassdehnungen. Durch die spezielle Art der Faszien-Rollmassage nach Liebscher &amp; Bracht wird die <strong>Flüssigkeit im Zwischenzellbereich in Bewegung gesetzt</strong>. So werden Schlackenstoffe besser ausgeschieden und Übersäuerungskonzentrationen besser abgebaut. Damit wird die Kontraktion der Myofibroblasten vermindert. Durch das Nachströmen von frischer Flüssigkeit in das Kapillarsystem werden wiederum die Faszien besser durchfeuchtet. „Verfilzte“ Faszien können wieder besser gleiten. Somit wird der <strong>Widerstand gegen Bewegungen durch unflexible Faszien geringer</strong>. Durch das sehr langsame Rollen bei der Faszien-Rollmassage nach Liebscher &amp; Bracht werden die Flimmerhärchen an den Fibroblasten zudem angeregt Kollagenfasern zu bilden. Im Zusammenspiel mit den Engpassdehnungen soll damit erreicht werden, dass die Faszien wieder zurück zu ihrer optimalen Scherengitterstruktur umgestaltet werden.</p>



<p>Auch die <strong>Faszien-Rollmassage kannst und sollst du selbst regelmäßig ausführen</strong>. Du solltest dir nur zeigen lassen, wie du sie richtig durchführen kannst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Mit den Engpassdehnungen und den Faszien-Rollmassagen nach Liebscher &amp; Bracht bekommst du ein <strong>hocheffizientes Programm an die Hand</strong>, mit dem du dich auf den Weg in ein schmerzfreies Leben machen kannst. Erleichternd ist für den Einstieg oder um die Erfolge schneller zu erreichen, wenn du sie mit Osteopressur-Sitzungen kombinierst. Wenn du dann noch dein Instrument ergonomisch einstellst und die Haltungs- und Bewegungsabläufe in deinen Instrumentalspiel mittels Dispokinesis, Alexandertechnik, Feldenkrais oder einer anderen Körperarbeit optimierst, steht einem dauerhaft schmerzfreiem Instrumentalspiel eigentlich nichts mehr im Wege. <strong>Die Schmerztherapie nach Liebscher &amp; Bracht ist der perfekte Einstieg zum schmerzfreien Musizieren.</strong></p>



<p></p>



<p><strong>Fachwörter kurz erklärt:</strong></p>



<p>Osteopressur: Druckmassage direkt am Knochen</p>



<p>Basalganglien: eine Gruppe Großhirn- und Zwischenhirnkerne, die u.a. für die Regulierung von unbewussten, automatisierten und feinmotorischen Bewegungsabläufen zuständig sind.</p>



<p>Myofibroblasten: ein spezieller Zelltyp, der eine Zwischenform zwischen glatter Muskelzelle und Fibroblast darstellt. Sie spielen vor allem in der Wundheilung eine wichtige Rolle.</p>



<p>Fibroplasten: sind spezifische Zellen des Bindegewebes und vor allem für den Auf- und Abbau der Zwischenzellsubstanz zuständig.</p>



<p>Kollagen: sind Strukturproteine (Eiweiße) des Bindegewebes. Man findet sie in der Haut und in den weißen, unelastischen Fasern von Sehnen, Bändern, Knochen und Knorpel.</p>



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<p></p>



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		<title>Schmerzen beim Musizieren</title>
		<link>https://www.schneppat-music.de/schmerzen-beim-musizieren-ein-leider-weit-verbreitetes-problem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ute- Gabriela Schneppat]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Oct 2021 08:27:47 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Schmerzen beim Musizieren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Musiker:innen kenn es leider nur zu gut:  ein zu langer Dienst oder Probe - und schon sind die Schmerzen da.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-style-default"><img decoding="async" width="683" height="1024" src="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2021/10/klara-kulikova-TcUfF24fUMY-unsplash-verkleinert-683x1024.jpg" alt="schmerzender Nacken
Bild von Klara Kulikova by unplash" class="wp-image-25136"/></figure>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Schmerzen beim Musizieren &#8211; ein leider weit verbreitetes Problem</h2>



<p>Viele Musiker:innen kennen das leider nur zu gut: die Probe oder der Orchesterdienst dauern wieder ewig. Auf einmal fängt das <strong>Ziehen in der Schulter</strong> an. Vielleicht versucht man in der Pause etwas zu lockern. Aber vergebens. Nun brennt die Schulter richtig. Es wird kritisch: Jetzt ist Schonhaltung angesagt und der Versuch startet, den Dienst irgendwie noch zu Ende zu bringen. <strong>Aber der nächste Dienst, die nächste Probe, das nächste Konzert oder vielleicht auch ein Probespiel stehen vor der Tür</strong>. Meist in nicht allzu großer zeitlicher Ferne.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Schmerz als Weckruf des Körpers</h2>



<p>Der Schmerz an sich ist eigentlich etwas Positives. Denn unser Körper macht uns <strong>durch den Schmerz darauf aufmerksam</strong>, dass es irgendwo hakt, dass er mit einer Situation nicht zu recht kommt, dass Gefahr in Verzug ist. Bereits die Griechen der Antike bezeichneten Schmerzen als „<strong>die bellenden Hunde der Gesundheit</strong>“. Schmerz ist aber nicht nur das Mittel unseres Körpers uns darauf aufmerksam zu machen, wo körperliche Probleme bestehen, sondern <em><u>das</u></em> Mittel, um uns lernen zu lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lernprogramm Schmerzen</h2>



<p>Erinnern wir uns an unsere Kindheit: Wie haben wir gelernt, dass es nicht gut ist eine heiße Herdplatte anzufassen? Wir haben gespürt, dass die heiße Herdplatte ziemlich weh tut und automatisch unsere Hand ganz schnell von der Herdplatte weggezogen. Wenn wir dabei zu langsam waren, hatten wir noch tagelang durch die schmerzende Hand immer wieder einen Reminder, dass die heiße Herdplatte wohl nicht so gut anzufassen ist. Diese Erinnerung hat sich somit im wahrsten Sinne des Wortes <strong>in unser Gedächtnis eingebrannt</strong>.</p>



<p>Dieses körperliche Programm, ich nenne es mal das <strong>Schmerz-Körper-Gedächtnis</strong> ist für solche Lernerfahrungen wie bei unserm Beispiel der Herdplatte sehr förderlich. Aber es lässt sich hieraus auch schon erahnen, was die Schmerzerfahrung beim Musizieren für das weitere Spielen bedeuten kann: <strong>Der Körper merkt sich das Schmerzgeschehen</strong>. Der Körper reagiert bei erneutem Reiz &#8211; wenn wieder gespielt wird &#8211; schneller mit Schmerzen. Und wenn dann trotzdem immer wieder gespielt wird, <strong>wird der Schmerz irgendwann chronisch</strong>. Er bleibt. Er wird stärker. Im schlimmsten Fall wird er unerträglich oder die Bewegungen oder die Spielhaltungen können nicht mehr ausgeführt werden. <strong>Der Körper macht dicht</strong>, sobald er wieder mit dem Umstand konfrontiert wird, dass musiziert werden soll. Wir sprechen dann vom Schreckgespenst aller Musiker:innen: der Entwicklung einer fokalen Dystonie.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was passiert im Körper bei Schmerzen</h2>



<p>Schmerzen entstehen <strong>durch unterschiedliche Einflüsse von außen</strong> auf unseren Körper: durch die Hitze bei der Herdplatte, durch das Gift im Bienenstich…Aber wie registriert unser Körper den Schmerz? </p>



<p>In fast allen Regionen unseres Körpers gibt es sogenannte <strong>„Schmerzfühler“, die Nozirezeptoren</strong>. Wir finden sie in unserer Haut, in den Schleimhäuten, den Muskelansätzen, Bändern, Sehnenscheiden und Gelenken. Besonders viele dieser Rezeptoren finden wir in der Nähe der Wirbelgelenke und Bandscheiben der Wirbelsäule, <strong>im Schultergelenk, an den Ansätzen der Handbeuger- und -streckermuskulatur</strong> am Oberarm, bei den <strong>Sehnenscheiden am Handgelenk</strong> und an den Fingerbeeren. Also vor allem da, wo es uns beim Musizieren gerne zwickt und zwackt. </p>



<p>Auch in der Muskulatur gibt es Nozirezeptoren. Vom Muskelkater kennen wir es ja zu Genüge. Diese Rezeptoren <strong>reagieren auf die Überlastung der Muskulatur</strong> und sorgen z.B. für die bekannte Milchsäureausschüttung, die wir dann als Muskelkater spüren.&nbsp; Unser Körper möchte nun eigentlich geschont werden. Aber die Rückkoppelung der von den Rezeptoren an das Rückenmark gesendeten Reize führt leider nicht zu einer Entspannung der Situation, sondern zum Gegenteil: <strong>die Anspannung der strapazierten Muskulatur wird noch verstärkt</strong>. </p>



<p>Wir bewegen uns also auf einen Teufelskreis zu: Der Körper meldet mittels der Rezeptoren sein Gefahrensignal an den Körper und dieser verstärkt es noch durch die Rückkoppelung, wenn die Situation, die die Schmerzen ausgelöst hat, anhält. Wenn also die Probe oder der Orchesterdienst weitergeht, weitergespielt wird. Oder gleich ohne ausreichende Regenation am nächsten Tag dasselbe Übe- oder Dienstprogramm ansteht. Natürlich versucht sich der Körper unmittelbar zu helfen: Er wird <strong>versuchen über eine Schonhaltung andere Muskelpartien zu beanspruchen</strong>. Das führt dann oft zu <strong>Störungen im Bewegungsablauf</strong>, Spielfiguren laufen nicht mehr leicht, das Spielen fällt schwerer. Und mit der Zeit werden auch diese Muskelgruppen überbeansprucht und <strong>das Schmerzgeschehen weitet sich aus</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Veränderungen im Gehirn durch Schmerzen</h2>



<p>Die Veränderungen des Körpers lassen sich sogar bis ins Gehirn verfolgen. Denn der eigentliche Schmerz wird in der <strong>Großhirnrinde im Gehirn </strong>erzeugt. Und da spielen verschiedene Regionen zusammen: zum einen die <strong>Körperfühlrinde</strong>, die dafür zuständig ist, den Schmerz zu lokalisieren. Zum anderen die Region, die für die <strong>emotionale Schmerzbewertung</strong> zuständig ist. Diese Region befindet sich in der vorderen Gürtelwindung und <strong>gehört zum limbischen System</strong>. Da das limbische System ja für unsere Emotionen zuständig ist, lässt dies auch den Rückschluss zu, warum es z.B. möglich ist, während eines mit Freude gespielten Stücks auf einmal wieder ohne Schmerzen spielen zu können. Die <strong>Schmerzschwelle wird durch die Ausschüttung der Glückshormone, der Endorphine, herabgesetzt</strong>. Adrenalin und Noradrenalin, die beiden wichtigsten Stresshormone, haben übrigens ebenso eine schmerzstillende Wirkung. Daher sind die Schmerzen durch die Aufregung bei einem Auftritt und der damit verbundenen Adrenalinausschüttung ggf. auch deutlich geringer oder werden vielleicht gar nicht mehr wahrgenommen.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="730" height="1024" src="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2021/10/Rindenmaennchen-Schmerzareal-1-730x1024.jpg" alt="Das Rindenmännchen. Eingekreist ist das Areal in der Gürtelwindung, in dem die emotionale Bewertung des Shmerzes vorgenommen wird.
Zeichnung Ute-Gabriela Schneppat" class="wp-image-25138"/><figcaption class="wp-element-caption">Das Rindenmännchen. Eingekreist ist das Areal in der Gürtelwindung, in dem die emotionale Bewertung des Shmerzes vorgenommen wird.<br>Zeichnung: Ute-Gabriela Schneppat</figcaption></figure>
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<p>Man hat aber zwischenzeitlich auch herausgefunden, dass sich die <strong>Strukturen der Körperfühlrinde unter chronischen Schmerzen verändern</strong>. Das Areal, in dem die entsprechende Körperregion abgebildet wird, vergrößert sich. Hat ein Musiker oder eine Musikerin beispielsweise chronische Schmerzen im Daumen, dehnt sich das Daumenareal bis zu den benachbarten Arealen des Nackens und des Zeigefingers aus. Je größer das Areal wird, desto schmerzempfindlicher wird diese Körperregion und desto niedriger ist die Schmerzschwelle.</p>



<p>In meinem nächsten Blog-Artikel stelle ich dir eine Methode vor, mit der du etwas gegen chronische Schmerzen unternehmen kannst. Und in meinem Workshop am 24.10.2021 um 10 Uhr in Frankfurt/M. kannst du erfahren, was du selbst gegen deine Schmerzen tun kannst. Nähere Infos unter: <a href="https://www.dtkv-hessen.de/fort-und-weiterbildungen/">Fort- und Weiterbildungen | DTKV – Landesverband Hessen (dtkv-hessen.de)</a></p>



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		<title>Musiker in Bewegung &#8211; Buchrezension</title>
		<link>https://www.schneppat-music.de/musiker-in-bewegung-buchrezension/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ute- Gabriela Schneppat]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jun 2018 10:12:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Musikermedizin]]></category>
		<category><![CDATA[beschwerdefrei Musizieren]]></category>
		<category><![CDATA[Beschwerden beim Musizieren]]></category>
		<category><![CDATA[Musikergesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzen beim Musizieren]]></category>
		<category><![CDATA[schmerzfrei Musizieren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kern des Buches sind über 100 praktischen Übungen mit und ohne Instrument zum Erlangen eines beschwerdefreien Spiels.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Musiker in Bewegung &#8211; Anregung zur Ferienlektüre</h2>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-23009" src="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2018/06/12062018104248-213x300.jpg" alt="Buch Musiker in Bewegung" width="213" height="300" srcset="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2018/06/12062018104248-213x300.jpg 213w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2018/06/12062018104248-768x1083.jpg 768w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2018/06/12062018104248-726x1024.jpg 726w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2018/06/12062018104248-700x987.jpg 700w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2018/06/12062018104248-1100x1551.jpg 1100w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2018/06/12062018104248.jpg 1993w" sizes="(max-width: 213px) 100vw, 213px" /></p>
<p><strong>Ferien sind ideal dafür, Neues auszuprobieren und sich mal wieder &#8211; neben dem wohlverdienten Chillen &#8211; etwas um sich selbst zu kümmern. Und wenn das damit einhergehen kann, dass die eigene Spielfähigkeit verbessert werden kann &#8211; das ist doch perfekt! Dafür möchte ich euch heute ein Buch für die Sommerferien empfehlen, mit dem ihr viel für eure Spielfähigkeit tun könnt: </strong></p>
<p><strong>„Musiker in Bewegung“ von Alexandra Türk-Espitalier aus dem Zimmermann-Verlag.</strong></p>
<p>Damit ihr es auch wirklich in den Ferien ausprobieren könnt, verlose ich ein Exemplar am kommenden Montag (18.06.2018) unter meinen Newsletter-Abonnenten.</p>
<p><span id="more-23011"></span>„Leiden Musiker unter Problemen des Bewegungsapparates, schreibt man die alleinige Ursache meistens einer einseitigen Haltung am Instrument zu. Dies geht mitunter soweit, dass suggeriert wird, es sei schon an sich ungesund und belastend für den Körper, ein Instrument zu spielen. Ein häufiger Ratschlag lautet daher, einfach weniger zu üben. Diese „Lösung“ ist für einen Musiker selbstverständlich inakzeptabel. Die Vorstellung von der Schädlichkeit des Musikmachens an sich trifft nicht zu. Ist unser Körper in allen Bereichen ausreichend trainiert und gebrauchen wir ihn richtig, kann er viel leisten.“ (A. Türk-Espitalier: Musiker in Bewegung/Ursachen und Gewohnheiten S. 12)</p>
<h3>Die Autorin</h3>
<p>Die Autorin Alexandra Türk-Espitalier ist Flötistin und Physiotherapeutin, lehrt an der Hochschule für Musik in Frankfurt und hat mit diesem Buch einen wertvollen und praxisbezogenen Ratgeber geschrieben, der seines Gleichen sucht. Im deutschsprachigen Raum ist das Buch schon eine ganze Weile verfügbar (seit 2007). Weltweit vertrieben wird das Buch seit der Herausgabe der englischen Fassung im Jahre 2016.</p>
<h3>Was mir gefällt:</h3>
<p>Besonders gut gefällt mir, dass immer wieder im Buch darauf eingegangen wird, dass eine richtige und gute Haltung Voraussetzung eines koordinierten Bewegungsablaufs ist. Der koordinierte Bewegungsablauf ist dann wiederum die Voraussetzung dafür, sich möglichst ungehemmt am Instrument ausdrücken zu können. Besonders hervorheben möchte dabei die Tabelle auf S. 104, wo die Autorin Musikalisches Ziel und Instrumentaltechnik in Relation zur jeweiligen Körperregion und Körperwahrnehmung stellt. Ich möchte euch daher ans Herz legen, die einführenden Teile der jeweiligen Kapitel durch zu lesen. Es lohnt sich!</p>
<h3>Kern des Buches: die Übungen</h3>
<p>Kern des Buches sind natürlich die über 100 praktischen Übungen mit und ohne Instrument. Die Übungen werden nach Körperregionen zusammengestellt vorgestellt, beschrieben und durch Fotos anschaulich gemacht. Es ist auch immer ein Foto mit einer „falschen“ Ausführung dabei, damit man typische Fehler vermeiden lernt. Es gibt auch unterschiedlich Übepläne für verschiedene Zielsetzungen in unterschiedlicher Länge, sei zur Verbesserung der Aufrichtung oder für den Schulter-Nacken-Bereich.</p>
<h3>Ziel: ein beschwerdefreies Spiel</h3>
<p>Ziel ist es natürlich, die Arbeit am Instrument so zu gestalten, dass nicht nur ein beschwerdefreies Spiel möglich wird, sondern auch die genaue Verwirklichung des gewünschten musikalischen Ausdrucks. Hier geht Frau Türk-Espitalier ausführlich darauf ein, dass ein in diesem Sinne optimales Musizieren an körperliche Voraussetzungen gebunden ist. Vereinfacht gesagt:<br />
<strong>gute, stabile Haltung →</strong><br />
<strong>koordinierte Bewegung, gute Atmung&nbsp;→</strong><br />
<strong>optimaler Klang, musikalischer Ausdruck</strong><br />
Sie appelliert daher an die Leser, den Klang auch als Kontrollmittel für richtige Haltung und Bewegung einzusetzen.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Ein absolut lesenswertes Buch, ein wertvoller Ratgeber und die Einladung, sich bewusst auf Entdeckungsreise in den eigenen Körper zu begeben und das eigene Spiel auf dieser Basis neu zu entdecken!</p>
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