
Mein Jahr 2025 – zwischen Alltag, Atempausen und Aufbrüchen
Manchmal merkt man erst im Rückblick, wie viel eigentlich passiert ist.
Wenn ich an 2025 denke, sehe ich kein wildes Auf und Ab, keine großen Umbrüche oder Neuanfänge. Aber ich sehe Bewegung – eine ruhige, stetige, manchmal fast unscheinbare Bewegung, die doch so vieles verändert hat.
Ich sehe Routinen, die gewachsen sind. Projekte, die mich gefordert, aber auch getragen haben. Begegnungen, die geblieben sind. Und ganz viel Herzblut, das in all dem steckt, was ich tue.
2025 war für mich ein Jahr der Balance: zwischen Tun und Lassen, zwischen Arbeit und Pause, zwischen Struktur und Spontaneität.
Und wenn ich eines gelernt habe, dann das: Man kann Großes bewegen, auch wenn man zwischendurch innehält.
Mit Schwung ins neue Jahr: 200 Musiker:innen sagen Ja zu sich selbst
Gestartet ist mein Jahr mit der „Fit ins neue Jahr“-Challenge. Fast 200 Musiker:innen waren dabei – was für ein wunderbarer Start!
Gemeinsam haben wir Wege gefunden, Körper, Geist und Instrument wieder in Einklang zu bringen.
Diese Challenge hat mir einmal mehr gezeigt, wie groß das Bedürfnis nach Achtsamkeit und Selbstfürsorge in unserem Beruf ist. Und wie viel Energie entsteht, wenn Menschen sich gegenseitig unterstützen.
Und: Die Resonanz war besser als ich gehofft hatte. 195 Teilnehmer:innen im Januar, 277 beim Adventskalender im Dezember – das hat mich wirklich überrascht.
Dranbleiben ist eine Kunst – und sie darf Freude machen
Ich bin ehrlich: Kontinuität ist nicht immer meine leichteste Übung. Aber 2025 war ich tatsächlich das ganze Jahr über regelmäßig präsent – fast ohne Unterbrechung. Nur etwa insgesamt eine Woche war mal zwischendrin Pause, mal hier ein Tag und mal dort…Auch das fühlte sich gut und richtig an.
Mit meinen festen Rubriken – montags der Spruch der Woche, mittwochs der Tipp, freitags die Communityfrage – ist im Laufe des Jahres eine schöne Struktur gewachsen. Viele von euch haben mir geschrieben, dass diese Beiträge für sie kleine Anker im Alltag sind. Das freut mich sehr.
Trotzdem gab es Momente, in denen ich dachte: „Das klappt schon irgendwie.“
Aber: „Irgendwie“ ist kein Plan – das habe ich in diesem Jahr schmerzlich gelernt. Ohne Klarheit wird es schnell stressig. 2026 möchte ich mich da besser aufstellen – mit Strategie statt Bauchgefühl.
Und ja, ich habe mich über meine Konsequenz gefreut – aber auch gemerkt, dass Reichweite nicht automatisch mit Regelmäßigkeit wächst. Eine gute 7 von 10 bekommt dieses Jahr von mir. Da ist Luft nach oben – und genau das motiviert mich.
Bloggen wie Üben: Je öfter, desto leichter
Auch mein Blog hat sich in diesem Jahr richtig gefüllt: rund 30 Artikel rund um Pausen, Üben, Tagesstruktur und den achtsamen Umgang mit sich selbst als Musiker:in.
Ich habe gelernt, dass Regelmäßigkeit hier genauso wichtig ist wie beim Üben eines schwierigen Stücks: Je öfter ich schreibe, desto leichter fließt es.
Und dann war da noch mein Newsletter – am Monatsende verschickt, manchmal auch zwischendurch, wenn es etwas Aktuelles gab. Durch die „Fit ins Neue Jahr“-Challenge und den Adventskalender ist meine Kontaktliste auf über 400 gewachsen. Diese Zahl allein freut mich nicht so sehr wie das Wissen, dass da echte Menschen lesen, denken, reagieren – und sich verstanden fühlen.
Aber: Große Listen sind kein Garant für Umsatz. Diese Erkenntnis kam auf die harte Tour. Weder meine Mini-Produkte aus den Challenges noch die Warteliste für meine geplante Membership liefen so, wie ich es mir erhofft hatte. Das war ernüchternd – aber auch lehrreich.
Ich werde 2026 manches anders angehen.
Zwischen Semperoper, Wartburg und Mühlenfest – Glücksmomente abseits der Bühne
Auch privat war 2025 reich an Momenten, die bleiben.
Im Mai und Juni reisten mein Mann, meine Mutter und ich nach Dresden – ein bisschen Kultur, ein bisschen Stadt, ganz viel gemeinsame Zeit. Der Besuch der Semperoper war ein echtes Highlight.
Im August ging es nach Eisenach – Musik auf der Wartburg zu hören, war einfach besonders. Dieser Klavierabend wird mir für immer in Erinnerung bleiben.
Und im November feierten wir den 90. Geburtstag meiner Mutter in der Unteren Kapfenhardter Mühle. Ein Fest voller Musik, Lachen und Dankbarkeit – so, wie sie es liebt.
Der Tod des Mannes einer guten Freundin hat mir dieses Jahr allerdings auch deutlich gezeigt, wie zerbrechlich das Leben ist – und wie dankbar ich für meinen Partner bin, der mich trägt und mit dem ich wachsen darf, auch wenn es manchmal ruckelt.
Mein Fazit: Kleine Schritte, große Wirkung
2025 hat mir gezeigt, dass Wachstum nicht marktschreierisch sein muss.
Dass Kontinuität nicht langweilig ist, sondern trägt.
Und dass Pausen nicht Stillstand bedeuten – sondern Kraft.
Ich habe gelernt, dass ich mit weniger Druck und mehr Vertrauen weiterkomme.
Dass Aufgeben keine Option ist – aber Neuausrichten eine Übung in Geduld und Konstanz.
Und dass KI (ja, wirklich!) das Leben manchmal leichter machen kann.
Ich gehe mit einem ruhigen, zufriedenen Gefühl aus diesem Jahr.
Mit Neugier, was 2026 bringen wird. Und mit der Gewissheit, dass das, was ich tue, Sinn hat – für mich und für viele andere Musiker:innen da draußen.
Das Jahr in Zahlen:
Instagram: 822 Follower
Facebook Page: 230 Follower, Profil: 670 Follower
YouTube: 41 Follower
LinkedIn: 1330 Follower
Pinterest: 5 Follower
Newsletter-Abonnenten: 432
Artikel für Kooperationen: 2
Artikel in der nmz: 8
Blogartikel: 31
Und 2026? Da geht’s weiter – mit frischen Ideen und neuen Wegen
Im Januar startet wieder die Fit-ins-Neue-Jahr-Challenge – diesmal etwas kompakter, mit zwei Wochen statt drei, aber genauso wirkungsvoll. Ich freue mich schon jetzt auf alle, die wieder dabei sind (und auf viele neue Gesichter!).
Ganz neu ist auch mein Mitgliederbereich auf Patreon – mit regelmäßigen Tipps, Impulsen und kleinen Übungen rund um das Thema Musikergesundheit. Ein Ort für alle, die sich Schritt für Schritt mehr Wohlbefinden in ihren Musiker:innen-Alltag holen möchten. https://www.patreon.com/c/ute_gabrielaschneppatmusikergesundheit/
Und für die erste Jahreshälfte plane ich etwas, das mir besonders am Herzen liegt:
eine Membership Musikergesundheit mit Live-Trainings, einem wöchentlichen moderierten Austausch, Workshops und vielem mehr.
Ein Raum zum Lernen, Ausprobieren und gegenseitigen Unterstützen – auf Augenhöhe, praxisnah und mit einer großen Portion Herz.
Ich bin gespannt, was das neue Jahr bringen wird.
Eins weiß ich aber jetzt schon: Es wird wieder viele Pausen, viele Töne und viele gute Begegnungen geben.
Wenn du mehr über die Flöte, die Flötenmusik, Musikergesundheit erfahren oder einfach nur weiter mit mir in Kontakt bleiben möchtest, melde dich bei meinem Newsletter an!