Anti-Corona-Challenge Tag 4: Augen – Palmieren

Viele geben jetzt notgedrungen den Unterricht online. Von vielen KollegInnen habe ich gehört, dass soviel Zeit vor dem Computer zu verbringen total anstrengend ist! Neben Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich werden vor allem die Augen stark in Mitleidenschaft gezogen. Daher wird es heute bei der Anti-Corona-Challenge um das Thema Augen gehen.
Das große Problem ist bei der Arbeit am Bildschirm, dass die Augen immer nur in einem ganz engen Spektrum benutzt werden. Das macht die Augen unbeweglich, ermüdet die Augen und lässt auf Dauer die Augenmuskulatur verkümmern.

Gegen die Ermüdung der Augen und auch zu ihrer Stärkung hilft eine ganz einfache Übung: das Palmieren. Ihr könnt es wunderbar in euren Tagesablauf in einer Phase des Leistungstiefs als Pausengestaltung einbauen. Ihr braucht dazu nur ein paar Minuten Ruhe, eine bequeme Sitzgelegenheit – und eure Hände.
Zum Vorbereiten wascht eure Hände und sucht euch ein ruhiges, schattiges Plätzchen. Gähn herzhaft, atmet ein Paar mal tief durch, lockert eure Gelenke und streckt euch. Legt Armbänder, Uhren und Ringe ab, legt eure Brille zur Seite oder nehmt die Kontaktlinsen raus. Dann setzt euch hin und stützt die Arme auf (sie sollten mit einer Decke oder festen Kissen abgepolstert werden, damit es angenehmer ist). Achtet dabei darauf, dass Brust- und Halswirbelsäule eine Linie bilden und die Schultern möglichst entspannt sind. Beine und Füße nicht überkreuzen! In den Kontakt der Fußsohlen mit dem Boden hineinspüren.
Nun reibt die Handflächen kurz aneinander, damit sie sich etwas erwärmen. Legt die linke Handwurzel schräg auf den linken Backenknochen, so dass die Handflächeninnenseite wie eine Schüssel über eurem Auge ruht und die Finger auf der Stirn abgelegt sind. Macht das gleich mit der rechten Hand und legt die Finger so auf der Stirn ab, dass die Finger der rechten Hand auf den Fingern der linken Hand aufliegen.
Die Hände sollen dabei nicht auf den Augen aufliegen! Bitte auch keinerlei Druck dabei ausüben – weder auf die Augen, noch auf die Nase. Jetzt einfach ruhig dasitzen und atmen. Atmet eure Sorgen weg und genießt wie euer Körper zur Ruhe kommt. Wer mag, kann dabei eine positive Affirmation denken oder auch laut sprechen, wie z.B. „Ich sehe nun klar meinen Weg vor mir.“. Oder beobachtet wie euer Atem den ganzen Körper bewegt.
Wenn ihr denkt, dass ihr so genug Zeit verbracht habt, beendet bewusst das Palmieren. Lasst vorsichtig und langsam wieder Licht an die Augen. Sie brauchen etwas Zeit um sich an das Licht wieder zu gewöhnen. Blinzelt ein bisschen. Wenn die Augen tränen oder etwas feucht sein sollten ist das ein gutes Zeichen: Dann haben sich eure Augen gut erholt.
Es kann sein, dass ihr beim Palmieren starke Spannungen in den Augen wahrnehmen könnt. Heißt diese willkommen, denn es ist ein Zeichen, dass sie sich jetzt lösen wollen. Atmet dann einfach weiter und visualisiert entspannte Augen.