
Pausenarten entdecken: Warum du mehr als nur eine Art von Pause brauchst!
Dieser Artikel ist die Fortsetzung meiner Gedanken zur Blogparade #MeinePause und ein tieferer Einblick auf das, was im Alltag oft zu kurz kommt: der bewusste Umgang mit verschiedenen Pausenformen.
Hier findest du alle Informationen zur Blogparade #MeinePause. https://atemsinn.ch/mikropausen/blogparade-meine-pause/
„Pause machen“ ist nicht gleich „aufhören“. Pausen geben unserem Alltag Struktur und sind DAS Mittel zur zeitnahen Regeneration.
Es gibt nicht die eine Pause – es gibt viele. Und jede Pause wirkt anders.
Gerade für Musiker:innen, Kreative und alle, die mit Fokus, Feingefühl und Energie arbeiten, ist die richtige Pausenkultur entscheidend für Gesundheit, Ausdruckskraft und langfristige Leistungsfähigkeit.
Mikropausen – weniger als 1 Minute, aber voller Wirkung
Mikropausen sind winzig – aber sie wirken sofort.
Eine tiefe Bauchatmung.
Die Schultern kreisen lassen.
Den Blick für ein paar Sekunden ins Grüne richten.
Wer regelmäßig solche Mini-Unterbrechungen einbaut, signalisiert dem Nervensystem: Alles okay. Du darfst entspannen.
Besonders in intensiven Übephasen können Mikropausen Wunder wirken.
Minipausen – 1 bis 3 Minuten Regeneration zwischendurch
Einmal aufstehen.
Ein Glas Wasser trinken.
Kurz den Raum wechseln.
Die Finger massieren.
Minipausen bringen Abwechslung und helfen dir, deinen Fokus zu halten.
Für Musiker:innen kann eine Minipause nach einem konzentriertem Übe-Abschnitt helfen, neu anzusetzen – ohne Frust, sondern mit frischer Perspektive
Kurzpausen – 5 bis 15 Minuten für Körper und Kopf
Die Klassiker: eine Tasse Tee, ein kurzer Spaziergang, ein paar Dehnübungen…
In dieser Zeit kann dein Körper regenerieren. Das Gehirn verarbeitet das Gelernte und du kannst im Anschluss deutlich klarer und koordinierter weiterarbeiten.
Für mich ist die Kurzpause eine Art „Reset-Knopf“ – gerade nach einer intensiven Übeeinheit oder einem Coaching.
Längere Pausen – über 20 Minuten: echte Erholung
Hier beginnt die tiefergehende Regeneration:
Mittagessen in Ruhe.
Ein Powernap.
Ein bewusster Ortswechsel z.B. mit einem Spaziergang um den Block.
Die längeren Pausen helfen neue Energie zu schöpfen, Stress abzubauen und nachhaltiger leistungsfähig zu bleiben.
In meinem Alltag nutze ich sie gerne bewusst nach Phasen mit viel Input – zum Beispiel nach zwei Übe-Einheiten, nach einem Workshop oder einem Schreibblock.
Wie strukturierst du deinen Tag sinnvoll mit Pausen?
Eine vielzitierte amerikanische Studie mit Profi-Geigern hat gezeigt, dass besonders erfolgreiche Musiker:innen am Vormittag in mehreren Einheiten üben – konkret in drei Übephasen à 80–90 Minuten. Und dazwischen? Liegt immer eine Pause.
Sie haben sich dabei den BRAC-Rhythmus zunutze gemacht.
Denn auch der Körper folgt inneren Leistungswellen: Nach 80 bis Minuten intensiver Tätigkeit folgt immer ein Leistungsabfall von 10 bis 15 Minuten.
Diese Leistungsdelle wird gezielt für eine Pause genutzt. Denn das ist die perfekte Zeit für ein Unterbrechung!
Die Pause hilft zu regenerieren und lässt uns danach mit neuem Schwung wieter zu arbeiten oder zu Üben. Hochleistung kommt nicht durch Dauereinsatz – sondern durch gezielte Rhythmisierung.
✨ Mein Vorschlag für deinen Alltag:
- Morgens: 90 Minuten konzentriertes Arbeiten oder Üben → 15 Min Pause
- Mittags: längere Pause (30–60 Min), möglichst offline
- Nachmittags: 1–2 kürzere Einheiten mit Mikropausen dazwischen
Entscheidend ist nicht nur wann du Pausen machst, sondern wie bewusst du sie gestaltest.
Deine Pausenkultur entscheidet über deinen Energiefluss
Ob du musizierst, lehrst, kreativ bist oder einfach viel Verantwortung trägst: Dein Körper und dein Nervensystem brauchen Pausen.
Aber nicht irgendeine – sondern die passende zur jeweiligen Situation.
👉 Mikropause oder Kurzpause?
👉 Bewegte Pause oder stille Pause?
👉 Social Pause oder Rückzug?
Je bewusster du wählst, desto nachhaltiger kannst du wirken.
Was ist deine liebste Pauseform? Welche nutzt du zu selten? Schreib’s mir in die Kommentare – oder probier heute mal eine neue aus.
Punkt. Pause. Wirkung.
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