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	<title>Musikerinnen Archive - Schneppat-Music</title>
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	<description>Ute-Gabriela Schneppat</description>
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	<title>Musikerinnen Archive - Schneppat-Music</title>
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		<title>Lughnasadh – Klang der Erntezeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ute- Gabriela Schneppat]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Jul 2025 16:21:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lughnasadh - Erntefest</p>
<p>Dies ist der Titel des 4. Satzes der Dorischen Suite op. 80 für Flöte und Klavier der Komponistin Tina Ternes. Und dies ist auch der Inhalt des altkeltischen Erntefestes Lughnasadh, das zu Ehren des Gottes Lugh gefeiert wurde.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.schneppat-music.de/lughnasadh-klang-der-erntezeit/">Lughnasadh – Klang der Erntezeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.schneppat-music.de">Schneppat-Music</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2025/07/Lughnasadh-819x1024.png" alt="Collage zum keltischen Fest Lughnasadh: goldene Ähren im Sonnenuntergang, aufsteigender Räucherrauch, ein rundes, frisch gebackenes Brot, tanzende Menschen in bunten Trachten und in der Mitte eine Querflöte auf einer Wiese mit Margeriten – Symbole für Ernte, Dankbarkeit, Musik und lebendige Bräuche." class="wp-image-26427"/><figcaption class="wp-element-caption">Lughnasadh</figcaption></figure>



<p>Lughnasadh -Erntefest</p>



<p>Dies ist der Titel des 4. Satzes der Dorischen Suite op. 80 für Flöte und Klavier der Komponistin Tina Ternes. Die geheimnissvolle Anderwelt kommt in die Welt der Lebenden.</p>



<p>Tina Ternes: Dorische Suite op. 80 4. Satz Lughnasadh <a href="https://floete-an-tasten.bandcamp.com/track/lughnasadh-4-movement-from-dorische-suite-by-tina-ternes">https://floete-an-tasten.bandcamp.com/track/lughnasadh-4-movement-from-dorische-suite-by-tina-ternes</a></p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Lughnasadh &#8211; der Klang der Erntezeit</strong></h2>



<p></p>



<p>Am Abend des <strong>31. Juli</strong> beginnt das <strong>keltische Fest Lughnasadh</strong> – ein Übergang zwischen der Fülle des Sommers und der Reifezeit des Spätsommers.<br>Ein Fest der <strong>Ernte</strong>, der <strong>Dankbarkeit</strong>, des <strong>Teilens</strong> – und auch ein Fest der leisen inneren Rückschau: Was ist in diesem Jahr gewachsen? Was kann geerntet werden – auf dem Feld und in mir selbst?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tradition und Brauchtum</h2>



<p>Lughnasadh (sprich:&nbsp;<em>Luunasa</em>) geht auf den keltischen Lichtgott Lugh zurück, der das Fest zu Ehren seiner Pflegemutter Tailtiu eingeführt haben soll.<br>Die traditionellen Bräuche sind so reich wie das Getreide auf dem Feld:</p>



<p>🌾&nbsp;<strong>Das erste Brot backen</strong>&nbsp;– aus frisch gemahlenem Korn, als Dank für die Gaben der Natur. Oft wurde das Brot als Opfer dargebracht – für Fruchtbarkeit, Glück und Schutz.</p>



<p>💍&nbsp;<strong>Heiraten auf Probe</strong>&nbsp;– Paare konnten sich für ein Jahr binden, um dann zu entscheiden, ob sie einander bleiben wollten.</p>



<p>🔥&nbsp;<strong>Rituale mit Feuer und Räucherwerk</strong>&nbsp;– um das Alte zu verabschieden und Platz für Neues zu schaffen.</p>



<p>🌿&nbsp;<strong>Kräuterweihe</strong>&nbsp;– denn um diese Zeit haben viele Heilpflanzen die stärkste Kraft. Sie wurden gesammelt, geweiht und für den Winter getrocknet.</p>



<p>🎭&nbsp;<strong>Spiel und Wettkampf</strong>&nbsp;– Lughnasadh war auch ein Fest der Lebensfreude. Es wurde getanzt, musiziert, gelacht – und Kräfte gemessen in sportlichen Spielen.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Lughnasadh und meine Musik</h2>



<p>Besonders verbunden fühle ich mich diesem Fest über die Musik. In der <strong>„Dorischen Suite“</strong> von <strong>Tina Ternes</strong>, die ich auf meiner CD <em>La Flûte Femme</em> eingespielt habe, ist der 4. Satz <strong>Lughnasadh</strong> gewidmet.<br>Die dorische Tonart, der drängende Puls, die wunderbare Klangfärbung – all das fängt die Atmosphäre dieses Festes ein: festlich, schlicht, archaisch, voller Tanz und Leben, verbunden mit dem Zyklus der Natur.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet Lughnasadh für dich – heute?</h2>



<p>Vielleicht backst du kein Brot und heiratest auch nicht auf Probe 😉 – aber vielleicht ist <strong>heute der richtige Moment, um dankbar zurückzuschauen</strong>.<br>Was hast du in diesem Jahr gesät?<br>Was ist gereift – an Projekten, Erkenntnissen, innerem Wachstum?<br>Und was möchtest du <em>teilen</em> – mit deiner Community, deinen Schüler:innen, in deiner Musik?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Achtsamkeit &amp; Erntezeit</h2>



<p>Lughnasadh erinnert uns daran, dass es <strong>Zyklen</strong> braucht: </p>



<p>Phasen der Arbeit und des Innehaltens.</p>



<p><br>Für mich ist dieser Zeitpunkt wie ein musikalisches <strong>Innehalten zwischen zwei Sätzen</strong>: ein Luftholen. Eine Pause.<br>Ein Moment, der nachklingt – bevor der nächste Einsatz beginnt.</p>



<p><strong>Zum Nachhören:</strong><br>🎶 Hier kannst du in meine Aufnahme des <em>Lughnasadh</em>-Satzes hineinhören – aus der <em>Dorischen Suite</em> von Tina Ternes, auf meiner CD <em>La Flûte Femme</em>.</p>



<p><a href="https://floete-an-tasten.bandcamp.com/track/lughnasadh-4-movement-from-dorische-suite-by-tina-ternes">https://floete-an-tasten.bandcamp.com/track/lughnasadh-4-movement-from-dorische-suite-by-tina-ternes</a></p>



<p></p>



<p></p>



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		<title>Rezension Workbook &#8222;Fit ins neue Jahr&#8220;-Challenge</title>
		<link>https://www.schneppat-music.de/rezension-workbook-fit-ins-neue-jahr-challenge/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ute- Gabriela Schneppat]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 May 2025 16:04:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Musikergesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Musikerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Stressmanagement]]></category>
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		<category><![CDATA[Workbook]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kleine Übungen – große Wirkung: In dieser Rezension erfährst du, wie das Workbook für Musiker:innen dabei hilft, gesunde Routinen und mehr Balance im Alltag zu finden. Ideal für alle, die mit Körper, Atem und Energie arbeiten – ganz ohne Stress.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.schneppat-music.de/rezension-workbook-fit-ins-neue-jahr-challenge/">Rezension Workbook &#8222;Fit ins neue Jahr&#8220;-Challenge</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.schneppat-music.de">Schneppat-Music</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2025/05/Cover-Workbook-FinJ-1024x1024.jpg" alt="Titelbild eines digitalen Workbooks mit dem Titel „Fit ins neue Jahr Challenge“. Auf lilafarbenem Hintergrund sind verschiedene Fotos von Musiker:innen und Menschen beim Yoga und Meditieren zu sehen. In der Mitte steht in einem violetten Kasten: „FIT INS NEUE JAHR CHALLENGE – www.schneppat-music.de“. Oben rechts ein beiger Kreis mit dem Text „Dein Begleiter zur Challenge“." class="wp-image-26395" srcset="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2025/05/Cover-Workbook-FinJ-1024x1024.jpg 1024w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2025/05/Cover-Workbook-FinJ-980x980.jpg 980w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2025/05/Cover-Workbook-FinJ-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption">Workbook Fit-ins-neue-Jahr-Challenge 2025</figcaption></figure>



<p>Rezension begleitendes Workbook 1 zur Challenge &#8222;Fit ins neue Jahr&#8220; 2025 von Christiane Maier</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><em>Mit kleinen Schritten viel bewirken – eine Rezension, die von Herzen kommt</em></h2>



<p>Wie oft nehmen wir uns vor, besser für uns zu sorgen – und wissen nicht, wo wir anfangen sollen? Genau hier setzt mein <strong>Workbook 1 zur „Fit ins neue Jahr Challenge“</strong> an: </p>



<p>Es lädt dich ein, <strong>mit einfachen, alltagstauglichen Übungen</strong> wieder mehr bei dir selbst anzukommen.</p>



<p>Christiane Maier hat mein Workbook gelesen, ausprobiert – und ihre Eindrücke in einer Rezension festgehalten, die mich sehr berührt hat. 💜</p>



<p>In ihrem Beitrag zeigt sie, wie wirkungsvoll kleine Impulse sein können – für Körper, Atem, Energie und Seele. Und wie leicht es sein kann, sich jeden Tag ein kleines bisschen Gutes zu tun.</p>



<p>➡️ Lies hier, was sie erlebt hat – und wie das Workbook ihr dabei geholfen hat, mehr Ruhe, Energie und Verbindung zu sich selbst zu finden.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Fit ins neue Jahr Challenge von Ute-Gabriela Schneppat – begleitendes Workbook 1</h2>



<p>Mit wenig Aufwand ganz viel für das eigene Wohlbefinden sorgen, <strong>die Macht der kleinen Schritte.</strong> Diese kleinen Schritte zeigt Ute-Gabriela Schneppat in ihrem Workbook 1 auf.</p>



<p>Es ist ein <strong>ausgezeichnetes Arbeitsbuch, das klar strukturiert und übersichtlich gestaltet </strong>sich mit einer Vielzahl von Themen in den Bereichen <strong>Körperübungen, Atemübungen, energetisierende Übungen und leckeren Rezepten</strong> auseinandersetzt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Kapitel 1 &#8211; Körperübungen</h4>



<p>Die Körperübungen sind für <strong>Finger, Hände, Brustraum, Wirbelsäule</strong> gedacht und helfen, diese Bereiche zu lockern, wesentlich mehr in die Tiefe zu spüren und Veränderungen nach mehrmaligem Anwenden zu erleben. Kurze und prägnante Beschreibung der jeweiligen Übungen sind <strong>mit geringem Zeitaufwand von zwei bis maximal fünf Minuten jederzeit durchführbar </strong>und erleichtern somit das regelmäßige Wiederholen im Tagesablauf.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Kapitel 2 &#8211; Atemübungen</h4>



<p>Im zweiten Kapitel werden <strong>viele Atemübungen</strong> vorgestellt, wie beispielsweise die Wechselatmung, bei der immer ein Nasenloch zu gehalten wird, durch das freie Nasenloch eingeatmet, dieses dann verschlossen und der Atem angehalten wird. Dann wird das andere Nasenloch geöffnet und wieder ausgeatmet. Diese Übung wiederholt angewandt ergibt eine herrlich freie Nase, was gerade im Winter ein wunderbares Morgenritual für mich geworden ist.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Kapitel 3 &#8211; energetisierende Übungen</h4>



<p>Bei den <strong>energetisierenden Übungen fand ich besonders die Mudra Nr. 35 für das Immunsystem</strong> einfach anzuwenden und leicht mehrfach in den Tagesablauf einzupflegen. Um die Organe zu stärken eignet sich die Mudra Nr. 69 sehr gut, ist aber mit 10 Minuten und achtmal täglicher Wiederholung schon aufwändiger umzusetzen.</p>



<p>Shiatsu to go ist wieder eine schnell auszuführende Übung, die ganz im Nebenbei im täglichen Alltag ihren Platz finden kann.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Kapitel 4 &#8211; Rezepte</h4>



<p>Im vierten Kapitel gibt es einige <strong>sehr leckere und einfach zuzubereitende Rezepte</strong>. Vom Bratapfel über den hustenlindernden Zwiebelsaft, der goldenen Milch mit Kurkuma und anderen Gewürzen als Immun Booster sowie leckeren Gewürzkakao.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Stressfrei durch den Tag mit Bio-Rhythmen</h4>



<p>Sehr interessant sind ihre <strong>Hinweise zur Organuhr, um stressfrei durch den Alltag zu kommen</strong>. Der Bio-Rhythmus und seine Auswirkungen auf unseren Alltag können in einem Blogartikel und <strong>einem weiteren Workbook</strong> vertieft werden.</p>



<p>Ute-Gabrielas Herzensempfehlung: „<strong>Integriere deine Lieblingsübungen in deinen Alltag als Pauseninhalt BRAC-Rhythmus. Und tue dir JEDEN Tag etwas Gutes – nur für dich!</strong>“ Genau hierzu ist das Workbook eine wunderbare Hilfe, um mit kleinen, kurzen Übungen einen großen Zuwachs an Zufriedenheit, Ruhe und Innigkeit mit sich selbst zu erhalten.</p>



<p>Christiane Maier</p>



<p>Und wenn du nun gespannt auf die Übungen bist und sie selbst ausprobieren möchtest, gibt es hier den Link zur Angebotsseite: <a href="https://myablefy.com/s/Ute-GabrielaSchneppat">https://myablefy.com/s/Ute-GabrielaSchneppat</a></p>



<p>Du kannst beide Workbooks einzeln oder vergünstigt als Bundle erwerben &#8211; Workbook &#8222;Fit-ins-neue-Jahr-Challenge: Die Übungen&#8220; mit allen Übungen und Rezepten der Challenge: 38 Seiten alltagstaugliche Fitmacher und &#8222;Stressfrei durch den Alltag  mit Bio-Rhythmen&#8220;: Mit diesem 50-seitigen Workbook bekommst du ein effektives Werkzeug an die Hand, um deine Energie gezielt zu managen und den Herausforderungen des Musikeralltags gelassen zu begegnen.</p>



<p></p>



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<p></p>
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		<title>Beltane &#8211; die Nacht der Göttin</title>
		<link>https://www.schneppat-music.de/beltane-die-nacht-der-goettin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ute- Gabriela Schneppat]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 2025 15:08:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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		<category><![CDATA[Tina Ternes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beltane - Tanz in den Mai - Die Nacht der Göttin</p>
<p>Dies ist der Titel des 3. Satzes der Dorischen Suite op. 80 für Flöte und Klavier der Komponistin Tina Ternes. Und dies ist auch der Inhalt des altkeltischen Festes Beltane, dessen Brauchtum heute noch z.B. mit dem Tanz in den Mai oder dem Aufstellen des Maibaums gefeiert wird.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.schneppat-music.de/beltane-die-nacht-der-goettin/">Beltane &#8211; die Nacht der Göttin</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.schneppat-music.de">Schneppat-Music</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1024" height="858" src="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2025/04/Beltane-1024x858.jpg" alt="" class="wp-image-26388" srcset="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2025/04/Beltane-1024x858.jpg 1024w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2025/04/Beltane-980x822.jpg 980w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2025/04/Beltane-480x402.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption">Beltane</figcaption></figure>



<p>Beltane &#8211; Tanz in den Mai &#8211; Die Nacht der Göttin</p>



<p>Dies ist der Titel des 3. Satzes der Dorischen Suite op. 80 für Flöte und Klavier der Komponistin Tina Ternes. Die geheimnissvolle Anderwelt kommt in die Welt der Lebenden.</p>



<p>Tina Ternes: Dorische Suite op. 80 3. Satz Beltane<a href="https://floete-an-tasten.bandcamp.com/track/beltane-3-movement-from-dorische-suite-by-tina-ternes"> https://floete-an-tasten.bandcamp.com/track/beltane-3-movement-from-dorische-suite-by-tina-ternes</a></p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Beltane – wenn das Leben Feuer fängt</strong></h2>



<p></p>



<p>In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai wird es wild, lebendig und magisch:&nbsp;<strong>Beltane</strong>&nbsp;steht an – das keltische Fest des Lebens, der Liebe, der Fruchtbarkeit und des Neubeginns.</p>



<p>Was viele heute als „<strong>Tanz in den Mai</strong>“ kennen, hat seine Wurzeln in einem uralten Übergangsritual, das tief mit der Natur, dem Jahreslauf und der eigenen Lebenskraft verbunden ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Woher kommt Beltane?</h2>



<p>Beltane (sprich:&nbsp;<em>Bell-tän</em>) gehört zu den acht Jahreskreisfesten und markiert den Beginn des keltischen Sommers. Gefeiert wurde es traditionell vom 30. April bis 1. Mai –&nbsp;<strong>wenn die Natur explodiert vor Wachstum und Energie.</strong></p>



<p>Für die Kelten war das Jahr in zwei große Hälften geteilt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Samhain</strong>&nbsp;am 1. November beendete das alte Jahr.</li>



<li><strong>Beltane</strong>&nbsp;am 1. Mai leitete das neue, helle Halbjahr ein.</li>
</ul>



<p>Der Name „Beltane“ lässt sich vermutlich vom keltischen Gott&nbsp;<em>Belanos</em>&nbsp;(Lichtgott, Sonnenkraft) ableiten – und vom altirischen „tene“ für Feuer.<br><strong>Beltane bedeutet also: das strahlende Feuer.</strong></p>



<p></p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Feuer, Liebe, Lebenskraft</h2>



<p>Das zentrale Ritual von Beltane war – wie sollte es anders sein – das&nbsp;<strong>Feuer.</strong><br>Zu Beginn des Festes wurden alle Herdfeuer gelöscht. In der Nacht entzündeten die Menschen große Beltane-Feuer im Freien – oft auf Hügeln. Zwei Feuer wurden oft nebeneinander entfacht. Mensch wie Tier gingen zwischen ihnen hindurch, um sich zu reinigen, zu schützen und die Kraft des Sommers willkommen zu heißen. Das Feuer selbst wurde mit einem Stock und einem Stück Holz durch Reibung entfacht – als Symbol der Vereinigung von Mann und Frau. Das Feuer wurde aus den neun heiligen Hölzern Birke, Eberesche, Eibe, Eiche, Erle, Haselnuss, Lärche, Ulme und Wacholder zusammengetragen, um die magische Verbindung zum Göttlichen und der Anderwelt zu ermöglichen. Nach Ende der Feier nahm jede Familie ein Stück Glut des heiligen Feuers mit nach Hause, um das Herdfeuer wieder zu entzünden. Die Asche des heiligen Feuers wurde auf den Felder verteilt.</p>



<p><strong>Beltane war das Fest der Fruchtbarkeit</strong>&nbsp;– im ganz ursprünglichen Sinne: Leben erschaffen, genießen, lieben. Sinnlichkeit und Erotik waren fester Bestandteil der Feierlichkeiten von Beltane als Symbol der Vereinigung von Himmel und Erde, Tag und Nacht und der Vereinigung mit dem Göttlichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wasser, Bäume und der Ursprung des Maibaums</h2>



<p>Neben dem Feuer spielte auch das&nbsp;<strong>Wasser</strong>&nbsp;eine wichtige Rolle: Die Menschen pilgerten zu heiligen Brunnen, ließen Opfergaben dort und schöpften heiliges Wasser aus ihnen. Oder sie wuschen ihr Gesicht mit Tauwasser, das sie mit Gesundheit und Glück segnen sollte.</p>



<p>Und dann war da natürlich noch der&nbsp;<strong>Baum</strong>&nbsp;– Symbol für die Verbindung von Himmel und Erde.<br>Viele Historiker*innen sehen hier den&nbsp;<strong>Ursprung des Maibaums</strong>, den wir heute kennen: Ein hoher, geschmückter Stamm, der aufgerichtet wird, mit bunten Bändern und Tänzen darum – als Zeichen für Fruchtbarkeit, Lebensfreude und Gemeinschaft.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Rituale, die du heute feiern kannst</h2>



<p>Neben dem Feuer spielte auch das&nbsp;<strong>Wasser</strong>&nbsp;eine wichtige Rolle: Die Menschen pilgerten zu heiligen Brunnen, ließen Opfergaben dort und schöpften heiliges Wasser aus ihnen. Oder sie wuschen ihr Gesicht mit Tauwasser, das sie mit Gesundheit und Glück segnen sollte.</p>



<p>Und dann war da natürlich noch der&nbsp;<strong>Baum</strong>&nbsp;– Symbol für die Verbindung von Himmel und Erde.<br>Viele Historiker*innen sehen hier den&nbsp;<strong>Ursprung des Maibaums</strong>, den wir heute kennen: Ein hoher, geschmückter Stamm, der aufgerichtet wird, mit bunten Bändern und Tänzen darum – als Zeichen für Fruchtbarkeit, Lebensfreude und Gemeinschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Walpurgisnacht</h2>



<p>Auch die&nbsp;<strong>Walpurgisnacht</strong>&nbsp;am 30. April hat mit diesem Fest zu tun – wenn auch auf eine andere Weise. Ursprünglich war sie ein mehrtägiges Fest&nbsp;<strong>zu Ehren der heiligen Walburga</strong>, einer Äbtissin und Missionarin aus dem 8. Jahrhundert.</p>



<p>Erst viel später – durch kirchliche Umdeutung – wurde daraus das Bild der „Hexen, die auf dem Blocksberg tanzen“. Eine Projektion auf das, was eigentlich mit&nbsp;<strong>weiblicher Kraft, Heilkunde, Naturwissen und spiritueller Freiheit</strong>&nbsp;zu tun hatte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Und musikalisch?</h2>



<p>Für mich hat diese Nacht immer eine ganz besondere Kraft gehabt – auch musikalisch. Auf meiner CD&nbsp;<strong>„La Flûte Femme“</strong>&nbsp;habe ich den Satz&nbsp;<strong>„Beltane“</strong>&nbsp;aus der&nbsp;<strong>Dorischen Suite von Tina Ternes</strong>&nbsp;aufgenommen.<br>Ein Stück, das genau diesen Zauber einfängt: wild, ungestüm, uralt und gleichzeitig hochaktuell.&nbsp;<strong>Eine Flötenstimme, die tanzt, ruft, lockt.</strong></p>



<p>Wenn du magst, hör mal rein – und tanz mit. Und genieße die feierliche Stimmung bei Ankunft der Göttin im Mittelteil.</p>



<p><a href="https://floete-an-tasten.bandcamp.com/track/beltane-3-movement-from-dorische-suite-by-tina-ternes">https://floete-an-tasten.bandcamp.com/track/beltane-3-movement-from-dorische-suite-by-tina-ternes</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Beltane ist mehr als ein Tanz in den Mai</h2>



<p>Es ist eine Einladung,&nbsp;<strong>dich wieder mit deiner Lebenskraft zu verbinden.</strong><br>Mit deinem Körper. Deiner Sinnlichkeit. Deiner Kreativität. Und dem wilden, freien Teil in dir, der oft im Alltag zu kurz kommt.</p>



<p>Also:&nbsp;<strong>Tanz. Spür dich. Lebe.</strong><br>Denn genau das feiert Beltane.</p>



<p></p>



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<p></p>
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		<title>Wasser in der Musik &#8211; die vergessenen Komponistinnen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ute- Gabriela Schneppat]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Mar 2025 16:48:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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		<category><![CDATA[Antje Langkafel]]></category>
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		<category><![CDATA[Fanny Hensel]]></category>
		<category><![CDATA[Flöte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesng]]></category>
		<category><![CDATA[Kaija Saariaho]]></category>
		<category><![CDATA[Karen Tanaka]]></category>
		<category><![CDATA[Klavier]]></category>
		<category><![CDATA[Komponistinnen]]></category>
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		<category><![CDATA[Musikthema Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Orchester]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wassermusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wasser ist in der Musik seit Jahrhunderten eine unerschöpfliche Inspirationsquelle. Auch Komponistinnen haben sich intensiv mit dem Element Wasser auseinandergesetzt – nur werden ihre Werke kaum erwähnt. </p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2025/03/Welle-bei-Reynisfjara.JPG-1024x768.jpg" alt="Auf dem schwarzen Sandstrand von Reynisfjara/Island laufen weiße Wellenkämme auf. Foto von Ute-Gabriela Schneppat" class="wp-image-26373" srcset="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2025/03/Welle-bei-Reynisfjara.JPG-1024x768.jpg 1024w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2025/03/Welle-bei-Reynisfjara.JPG-980x735.jpg 980w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2025/03/Welle-bei-Reynisfjara.JPG-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption">Welle am Strand von Reynisfjara</figcaption></figure>



<p>Wasser in der Musik &#8211; die vergessenen Komponistinnen</p>



<p>Wasser ist <strong>DAS Lebenselixier</strong> &#8211; und Begründer unserer Zivilisation. Viele Siedlungen seit der Neolithischen Revolution, also dem seßhaft-Werden des Menschen, sind an den Ufern von Flüssen, Seen oder am Meer errichtet worden. Süß-Wasser ist die Voraussetzung für den Anbau vonNahrung für Mensch und Tier. Und nicht zuletzt besteht unser Körper zu einem großen Teil aus Wasser.</p>



<p>Wasser ist in der Musik <strong>seit Jahrhunderten eine unerschöpfliche Inspirationsquelle</strong>. Kein Wunder! Es rauscht, plätschert, fließt und brandet auch in der Musik. Komponistinnen und Komponisten haben versucht, <strong>Wasser mit Klängen einzufangen</strong>. Die bekannten Werke wie Debussys <em>La Mer</em>, Smetanas <em>Die Moldau</em> oder Händels <em>Wassermusik</em> stehen oft im Mittelpunkt. Alles Werke von Männern. </p>



<p>Doch was ist mit den Komponistinnen? Auch sie haben sich intensiv mit dem Element Wasser auseinandergesetzt – nur werden ihre Werke kaum erwähnt. </p>



<p>Zeit, das zu ändern!</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Wasser als Quelle der Inspiration</h2>



<p></p>



<p>Richard Wagner beschreibt in <em>Mein Leben</em> eindrucksvoll, wie ihm die Idee zum Orchestervorspiel von <em>Rheingold</em> kam:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Am Nachmittage heimkehrend, streckte ich mich todmüde auf ein hartes Ruhebett aus, um die langersehnte Stunde des Schlafes zu erwarten. Sie erschien nicht; dafür sank ich in eine Art von somnambulen Zustand, in welchem ich plötzlich die Empfindung, als ob ich in ein stark fließendes Wasser versänke, erhielt. Das Rauschen desselben stellte sich mir bald im musikalischen Klange des Es-Dur-Akkordes dar, welcher unaufhörlich in figurierter Brechung dahinwogte; diese Brechungen zeigten sich als melodische Figurationen von zunehmender Bewegung, nie aber veränderte sich der reine Dreiklang von Es-Dur, welcher durch seine Andauer dem Elemente, darin ich versank, eine unendliche Bedeutung geben zu wollen schien. Mit der Empfindung, als ob die Wogen jetzt hoch über mich dahinbrausten, erwachte ich in jähem Schreck aus meinem Halbschlaf. Sogleich erkannte ich, dass das Orchestervorspiel zum &#8222;Rheingold&#8220;, wie ich es in mir herumtrug, doch aber nicht genau hatte finden können, mir aufgegangen war.</em></p>
</blockquote>



<p>Ein wahrhaft mystische Moment! Und er zeigt uns exemplarisch, wie tief Wasser als Inspirationsquelle in der Musik verankert ist. </p>



<p>Doch warum wird fast immer nur von Komponisten gesprochen? Gibt es keine Werke von Komponistinnen zum Thema Wasser?</p>



<p>Natürlich nicht! Hier sind einige faszinierende Werke von Komponistinnen, die sich ebenfalls mit dem Thema Wasser beschäftigt haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wasser in der Musik von Komponistinnen</h2>



<p>🌊&nbsp;<strong>Amy Beach – &#8222;By the Still Waters&#8220; (Op. 114, Nr. 1)</strong><br><em>Besetzung: Klavier solo</em></p>



<p>🌊&nbsp;<strong>Lili Boulanger – &#8222;D’un matin de printemps&#8220;</strong><br><em>Besetzung: Violine oder Flöte und Klavier / Orchesterfassung</em></p>



<p>🌊&nbsp;<strong>Mel Bonis – &#8222;Viviane&#8220;</strong><br><em>Besetzung: Klavier solo</em></p>



<p>🌊&nbsp;<strong>Cécile Chaminade – &#8222;L’Ondine&#8220;</strong><br><em>Besetzung: Klavier solo</em></p>



<p>🌊&nbsp;<strong>Barbara Heller – &#8222;Die Geschichte vom Schloss im Meer&#8220;</strong><br><em>Besetzung: Klavier solo</em></p>



<p>🌊&nbsp;<strong>Barbara Heller – &#8222;MMM Meer (mehr) Musik als Malerei&#8220;</strong><br><em>Besetzung: Klavier solo</em></p>



<p>🌊&nbsp;<strong>Fanny Hensel (geb. Mendelssohn) – &#8222;Schwanenlied&#8220; (Op. 1, Nr. 1)</strong><br><em>Besetzung: Singstimme und Klavier</em></p>



<p>🌊&nbsp;<strong>Dorothea Hoffmann – &#8222;Der Jungbrunnen&#8220;</strong><br><em>Besetzung: Flöte und Orgel</em></p>



<p>🌊&nbsp;<strong>Antje Langkafel – &#8222;Flutwasser&#8220;</strong><br><em>Besetzung: Flöte solo</em></p>



<p>🌊&nbsp;<strong>Kaija Saariaho – &#8222;Trois rivières&#8220;</strong><br><em>Besetzung: Percussion / Elektronik</em></p>



<p>🌊&nbsp;<strong>Ethel Smyth – &#8222;On the Cliffs of Cornwall&#8220; (aus der Oper&nbsp;</strong><em><strong>The Wreckers</strong></em><strong>)</strong><br><em>Besetzung: Orchester</em></p>



<p>🌊&nbsp;<strong>Karen Tanaka – &#8222;Water Dance&#8220;</strong><br><em>Besetzung: Klavier solo</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Die vergessene Strömung</h2>



<p>Es zeigt sich mal wieder: <strong>Auch Komponistinnen haben das Element Wasser in eindrucksvoller Weise in Musik verwandelt. </strong>Dennoch stehen sie selten im Rampenlicht. </p>



<p>Während Werke wie <em>La Mer</em> oder <em>Die Moldau</em> fester Bestandteil des Konzertrepertoires sind, <strong>werden die Werke von Chaminade, Boulanger oder Tanaka kaum aufgeführt</strong>. Dabei haben sie musikalische Wasserlandschaften geschaffen, die ebenso faszinierend sind wie die bekannten Meisterwerke ihrer männlichen Kollegen. </p>



<p>Hast du schon eins dieser Werke live gehört? </p>



<p>Oder kennst du Aufnahmen davon? </p>



<p>Manche dieser Stücke kannst du immerhin z.B. auf YouTube entdecken&#8230;</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Wasser ist Bewegung, Transformation, Leben – und das gilt auch für die Musik. </p>



<p><strong>Die Werke von Komponistinnen verdienen definitiv mehr Aufmerksamkeit &#8211; auch die <strong>zum Thema Wasser</strong></strong>.</p>



<p>Also: Warum nicht beim nächsten Konzert oder beim nächsten Streaming-Abend eine Entdeckungstour durch diese oft übersehenen Schätze starten? Es lohnt sich! 💧</p>



<p></p>



<p></p>



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		<title>Zitate von Frauen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ute-Gabriela Schneppat]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Feb 2025 15:53:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Musikerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[inspirierende Sprüche]]></category>
		<category><![CDATA[inspirierende Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Spruch der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Spruch der Woche 2023]]></category>
		<category><![CDATA[Spruch der Woche 2024]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.schneppat-music.de/zitate-von-frauen-3/">Zitate von Frauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.schneppat-music.de">Schneppat-Music</a>.</p>
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<p><img decoding="async" src="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2025/01/Zitate-von-Frauen.jpg" width="1080" height="1080" alt="Collage mit den Portraits von 8 Komponistinnen. Von links oben im Uhrzeigersinn: Maria Theresia von Paradis, Anna Amalia von Preussen, Tina Ternes, Clémence de Grandval, Margarethe Danzi, Emilie Mayer, Ruth Schönthal, Wilhelmine von Bayreuth" class="wp-image-26313 size-full" srcset="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2025/01/Zitate-von-Frauen.jpg 1080w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2025/01/Zitate-von-Frauen-980x980.jpg 980w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2025/01/Zitate-von-Frauen-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1080px, 100vw" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong style="font-size: 18px;">Zitate von Frauen</strong></p>
<p>In der Zwischenzeit sind beim Spruch der Woche – meiner im Sommer 2023 eingeführten <strong>Serie</strong> auf Instagram und Facebook – eine ganze Anzahl von Zitaten über das Thema Motivation zusammengekommen.</p>
<p>Hier findest du sie alle.</p>
<p>Beim Spruch der Woche auf Facebook oder Instagram gibt es aber nicht nur das jeweilige Zitat „blank“. Ich teile dort <strong>meine Gedanken zum Zitat</strong>.</p>
<p>Wenn dich interessiert, was ich zu den Zitaten auf Facebook oder Instagram gepostet habe, kannst du es gerne auf meinen Seiten nachlesen.</p>
<p>Hier kommst du auf meine Facebook-Seite: <span><a href="https://www.facebook.com/SchneppatMusic/">https://www.facebook.com/SchneppatMusic/</a></span></p>
<p>Und hier auf mein Instagram-Profil: <span><a href="https://www.instagram.com/utegabrielaschneppat/">https://www.instagram.com/utegabrielaschneppat/</a></span></p>
<p><span style="font-size: 18px;"> </span></p>
<h2 class="wp-block-heading">Zitate von Frauen</h2>
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<p>&#8222;Wenn ich immer alle Regeln befolgt hätte, hätte ich es nie zu etwas gebracht.“ Marilyn Monroe</p>
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<p>„Es kommt ganz darauf an, wie man als Mensch ist, so musiziert man auch. Musik zu machen ist ein Spiegel unserer Persönlichkeit.“ Sol Gabetta</p>
<p>„Es ist nie zu spät, so zu sein, wie man gern gewesen wäre.“ George Eliot</p>
<p>„Ob ich modern bin oder nicht, ist mir gleichgültig. Wichtig ist mir die innere Wahrheit meiner Musik.“ Sofia Gubaidulina</p>
<p>„Träume dir dein Leben schön und mach aus diesen Träumen eine Realität.“ Marie Curie</p>
<p>„Das Einzige, das dir im Wege steht, bist du selbst“ Sigrun</p>
<p>„Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause“ Elisabeth Barrett Browning</p>
<p>„Tue täglich eine Sache, die dich ängstigt“ Eleanor Roosevelt</p>
<p>„Musik macht das Herz weich. Ganz still und ohne Gewalt macht sie die Tür zur Seele auf.“ Sophie Scholl</p>
<p>„Wenn du morgens aufstehst, musst du dich zuerst anziehen, bevor du hinausgehen und deinen Tag leben kannst. Aber deine Kleidung sagt dir nicht, wohin du gehen kannst, sie geht dorthin, wo du hin gehst. Eine Melodie ist wie deine Kleidung.“ Ornette Coleman</p>
<p>„Echte Motivation kann dir niemand geben – du musst sie in dir selbst finden!“ Kirstin Thielemann</p>
<p>„Schreibe eine Liste von Dingen, die du an dir selbst schätzt. Fällt dir jeden Tag etwas neues auf?“ Jasmin Tanaka</p>
<p>„Wenn der Baum im Herbst die Blätter fallen lässt, dann schaut man zu und segnet den Willen der Natur. Denn die Kraft stirbt nicht, und im Frühling ersteht ein neuer grüner Zauber.“ Paula Modersohn-Becker</p>
<p>„Man braucht nicht immer einen Plan, manchmal muss man einfach atmen, vertrauen, loslassen und sehen, was passiert.“ Mandy Hale</p>
<p>„Man weiß selten, was Glück ist, aber man weiß meistens, was Glück war.“ Francoise Sagan</p>
<p>„Selbst denken ist der höchste Mut. Wer wagt, selbst zu denken, der wird auch selbst handeln.“ Bettina von Arnim</p>
<p>„Das habe ich noch nie versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe!“ Pippi Langstrumpf</p>
<p>„Proportional zum eigenen Mut schrumpft das Leben oder dehnt sich aus.“ Anais Nin</p>
<p><span>„Wer aufhört, besser werden zu wollen, hört auf, gut zu sein.“ Marie von Ebner-Eschenbach</span></p>
<p>„Weihnachten ist jener stille Moment, in dem unsere Seele das Herz berührt.“ Roswitha Bloch</p>
<p>„Für mich bedeutet Kunst, Grenzen zu überwinden, sich in die Lage eines anderen zu versetzen und sich dabei selbst zu verändern.“ Tianyi Lu</p>
<p>„Erfahrung ist die beste Lehrmeisterin, und das Gute daran ist: Man bekommt stets Einzelunterricht.“ Inge Meysel</p>
<p>„Ich selber zu bleiben, das sei meines Lebens Gewinn!“ Bettina von Arnim</p>
<p>„Die Kunst und die Liebe sind die Flügel, die uns in den Himmel tragen.“ Frida Kahlo</p>
<p>„Das einzige Mittel, Zeit zu haben, ist, sich Zeit zu nehmen.“ Bertha Eckstein</p>
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		<title>Wie viel bin ich wert? – Buchrezension</title>
		<link>https://www.schneppat-music.de/wie-viel-bin-ich-wert-buchrezension/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ute- Gabriela Schneppat]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jun 2024 15:04:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Musikergesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Musikerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Stressmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Pay]]></category>
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		<category><![CDATA[Musik von Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Pamela Obermaier]]></category>
		<category><![CDATA[Wertigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Buch "Wie viel bin ich wert?" der Bestsellerautorin Pamela Obermaier gibt Frauen das Handwerkzeug an die Hand, sich selbst aus der Tradition der Minder-Bezahlung zu befreien.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.schneppat-music.de/wie-viel-bin-ich-wert-buchrezension/">Wie viel bin ich wert? – Buchrezension</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.schneppat-music.de">Schneppat-Music</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img decoding="async" width="819" height="1024" src="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2024/06/Buch-Cover-Pamela-819x1024.jpeg" alt="Wie viel bin ich wert? - Das einzige Buch, das Frauen dazu bringt, über Nacht mehr Geld zu verdienen von Pamela Obermaier - Buch-Cover mit dem Konterfei der Autorin" class="wp-image-25987"/><figcaption class="wp-element-caption">Wie viel bin ich wert? &#8211; Buch-Cover</figcaption></figure>



<p><strong>Wie viel bin ich wert? </strong>Buch-Rezension</p>



<p>Dieses Thema <strong>beschäftigt schon Generationen</strong> – und ist leider immer noch aktuell. Allerdings heutzutage unter dem schönen Namen „<strong>Gender Pay</strong>“. </p>



<p>Frau ist inzwischen oft <strong>beruflich sehr erfolgreich</strong>, bewältigt die Doppelbelastung Beruf-Familie souverän, <strong>verdient aber oft final weniger</strong> als der gleichausgebildete und mit der gleichen Berufserfahrung ausgestattete Mitbewerber. Man sollte meinen, dass dies ein Anachronismus ist. Leider weit gefehlt!</p>



<p></p>



<p>Auch im <strong>Kunstbetrieb ist dies ein großes Thema</strong>: Frauen haben meist weniger prominente Ausstellungen als Männer und erzielen weniger Erlöse durch Verkäufe ihrer Werke.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gender Pay in der Musikbranche</h2>



<p>Im Musikbereich gibt dazu inzwischen gut belegte Zahlen:&nbsp;</p>



<p>Der <strong>Anteil von Frauen in deutschen Berufsorchestern</strong> steigt zwar kontinuierlich an, ist aber <strong>in den führenden Positionen immer noch stark unterrepräsentiert</strong>. Hier gilt nach wie vor die Faustregel: Je berühmter das Orchester ist, desto geringer ist der Frauenanteil. Immerhin haben wir bei vielen Orchestern eine Tarifbindung, die keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern kennt.</p>



<p>Ganz anders sieht es aber in der <strong>Freien Szene</strong> aus. Die Zahlen der gemeldeten Einkommen bei der Künstlersozialkasse sprechen da eine ganz deutliche Sprache: Eine Musikerin verdient in der Regel <strong>ein paar Tausender weniger pro Jahr</strong> als ihr Kollege. Bei den oft eh prekären Arbeitsbedingungen ist das ein Fiasko, denn Musikerinnen haben damit nicht nur jetzt weniger in der Tasche, sondern werden damit zwangsläufig deutlich mehr unter Altersarmut leiden.</p>



<p>Woher kommt dieses Gefälle?</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Frau traut sich weniger?</h2>



<p>Zum einen liegt es immer noch an der <strong>weniger vorhandenen Sichtbarkeit</strong> der oft genauso qualifizierten Musikerinnen oder Künstlerinnen. Ein Problem, das inzwischen immer mehr Aufmerksamkeit bekommt. Künstlerinnen schließen sich immer mehr zu Netzwerken zusammen und versuchen so, gemeinsam mehr Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit herzustellen. Hier hat Corona sich als ein Segen erwiesen, denn viele Kolleginnen und Kollegen – mich eingeschlossen – hat diese Zwangspause die Muße verschafft, <strong>sich mit den Werken von Künstlerinnen</strong> auseinander zu setzen. So ist z.B. unsere CD „<a href="https://floete-an-tasten.de/bestellung/#Bestellformular">La Flûte Femme</a>“ mit Werken ausschließlich von Komponistinnen entstanden.</p>



<p>Bleibt aber immer noch die Frage nach dem Wieso…</p>



<p>Ich erlebe immer wieder bei Kolleginnen – und auch an mir – <strong>dass Frauen sich oft nicht getrauen, angemessene Preise für ihre Leistung zu verlangen</strong>. Obwohl sie gut ausgebildet sind, beruflich etabliert sind und, und, und…</p>



<p><strong>Das „Mindset“ stimmt einfach nicht.</strong> </p>



<p>Hier setzt das Buch mit dem provokanten Titel <strong>„Wieviel bin wert? – Das einzige Buch, das Frauen dazu bringt, über Nacht mehr Geld zu verdienen“</strong> von Pamela Obermaier an. Es ist informativ, liest sich gut und gibt viele Übungen an die Hand – u.a. auch für <strong>besseres Auftreten vor Publikum</strong>. Ein weiteres Feld, dass uns Musikerinnen unmittelbar betrifft. Pamela Obermaier teilt hier als langjährige Speakerin und Auftritts-Coach aus ihrer Praxis einige grundlegende Tipps, die sich <strong>wunderbar auch auf musikalische Auftritte </strong>ummünzen lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Besondere am Buch</h2>



<p>Was macht aber dieses Buch so besonders?&nbsp;</p>



<p>Hier schreibt eine Autorin, die nicht nur ihre <strong>ganze Erfahrung aus vielen weiteren Bestsellern</strong> einbringt, sondern eine Frau &#8211; man mag es nicht glauben bei so viel Expertise &#8211; die<strong> am eigenen Leibe erfahren</strong> hat, wie sich &#8222;Frau&#8220; bis heute unter Wert verkauft. Und eine Frau, die die <strong>Mission hat, genau das zu ändern</strong>. </p>



<p>Nun ja &#8211; ehrlich gesagt wird keine Frau, die das Buch kauft automatisch am nächsten Tag mehr Geld verdienen. Aber sie <strong>bekommt das Werkzeug an die Hand</strong>, sich quasi über Nacht selbst <strong>aus den Fängen der jahrhundertalten Tradition </strong>des Nicht-Gesehen-Werdens und der Minder-Bezahlung zu befreien. Denn dieses Buch hat das Potenzial das <strong>Mindset jeder Leserin von Grund auf </strong>zu verändern.</p>



<p>Es ist natürlich kein Buch speziell für Musikerinnen oder Künstlerinnen. Aber ich kann es auch den Frauen in unseren Berufen wärmstens ans Herz legen.&nbsp;Nicht zu letzt auch aus dem einfachen Grunde, dass sich mit besserer Bezahlung eine <strong>größere Zufriedenheit</strong> einstellt, Frau sich leichter auch mal <strong>etwas für sich selbst gönnen</strong> kann, der permanente finanzielle Druck nachlässt und insgesamt das Leben leichter wird. Sprich, Frau tut damit auch <strong>ganz viel für ihre Resilienz und für das Herabsenken des eigenen Stresslevels!</strong></p>



<p>Ich wünsche diesem wirklich <strong>hochinteressantem, gut lesbarem</strong> und vor allem lehrreichen Buch ein großes Publikum!</p>



<p></p>



<p>Wenn du mehr über Musikerinnen und Musikergesundheit erfahren oder einfach nur weiter mit mir in Kontakt bleiben möchtest, melde dich bei meinem Newsletter an!</p>



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<p></p>
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		<title>Heike Matthiesen &#8211; ein ganz persönlicher Nachruf</title>
		<link>https://www.schneppat-music.de/heike-matthiesen-nachruf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ute- Gabriela Schneppat]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jan 2024 15:28:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Musikerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[flauta-guitarra]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarre]]></category>
		<category><![CDATA[Guitar Divas]]></category>
		<category><![CDATA[Heike Matthiesen]]></category>
		<category><![CDATA[Kammermusik]]></category>
		<category><![CDATA[Komponistinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik von Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachruf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ausnahmemusikerin Heike Matthiesen ist am 22. Dezember 2024 gestorben. Hier ist mein ganz persönlicher Nachruf auf sie.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.schneppat-music.de/heike-matthiesen-nachruf/">Heike Matthiesen &#8211; ein ganz persönlicher Nachruf</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.schneppat-music.de">Schneppat-Music</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="550" height="550" src="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2024/01/KIK08110web-550x550-1.png" alt="Heike Matthiesen sitzt auf einem dunkelbraunen Holzstuhl mit moosgrünen Polstern, der rechte Arm fällt locker über die Armlehne. Mit der linken Hand hält sie ihre Gitarre &quot;Frieda&quot;, die vor ihren Beinen auf dem hellbraunen Parkettboden steht. Heike Matthiesen trägt ein weit ausgeschnittenes, ärmelloses altrosafarbenes Kleid mit einem langen Schlitz im Rock und hochhackige goldene Schuhe. Ihre langen blonden Harre fallen auf der linken Seite nach vorne über ihre Schulter. Ihr Blick ist nach oben gerichtet." class="wp-image-25936" title="Undine Smith Moore" srcset="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2024/01/KIK08110web-550x550-1.png 550w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2024/01/KIK08110web-550x550-1-480x480.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 550px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption">Heike Matthiesen mit ihrer Gitarre &#8222;Frieda&#8220;</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Heike Matthiesen</h2>



<p>(* 27. Juni 1964 in Braunschweig; † 22. Dezember 2023 in Frankfurt/M.)</p>



<p>In der Februar-2024-Ausgabe der &#8222;nmz&#8220; erscheint mein Nachruf, den ich für den DTKV-Hessen und den Frankfurter Tonkünstlerbund geschrieben habe. Hier möchte ich nun meinen persönlichen Nachruf für meine liebe Freundin Heike mit euch teilen:</p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Musik ist eine heilige Kunst&#8220;</h2>



<p>„Musik ist eine heilige Kunst“, dieses Zitat aus dem Libretto der Oper „Ariadne auf Naxos“ hat Heikes Familie für ihre <strong>Traueranzeige</strong> gewählt. Und dieses Zitat steht für zu Recht für sie: <strong>Musik zu machen war nicht nur Beruf für Heike, sondern tiefe Berufung.</strong> Heike lebte Musik durch und durch. Sie <strong>widmete ihr ganzes Leben</strong>, ihre Leidenschaft, ihr Können und ihre ganze Kraft der Musik.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kennenlernen über den FTKB</h2>



<p>Kennengelernt haben wir uns über den Frankfurter Tonkünstlerbund. Heike war eine der prominentesten Mitglieder und so schätzen wir uns glücklich, dass sie es sich nicht nehmen ließ, <strong>regelmäßig an unseren Mitgliederkonzerten mitzuwirken</strong>. Ihre Darbietungen waren immer ein Highlight.</p>



<p>Ich war damals Mitglied im Vorstand und begann langsam nach meiner Familienpause <strong>erste Fühler Richtung einer erneuten künstlerischen Tätigkeit auszustrecken.</strong> Es war für mich ein großer Schritt, wieder auf die Bühne zurückzukehren. <strong>Heike ermutigte mich, diesen Weg zu gehen</strong> und gab mir u.a. Ratschläge, was ich bei der Akquise für Konzertengagements beachten solle. Wir führten stundenlange Gespräche <strong>über den tieferen Sinn des Musizierens auf der Bühne</strong>.</p>



<p>Heike war erfüllt von der Vorstellung, dass sie <strong>mit ihrer Musik Menschen Hoffnung, Trost und auch Heilung der Seele</strong> bringen könne. Und das konnte sie tatsächlich: Es gibt kaum Musiker und Musikerinnen wie sie, <strong>die ihr Publikum mit dem ersten Ton ihres Konzertes dermaßen in den Bann ziehen</strong> können, dass sie Sorgen, Nöte, Ärger und alles um sie herum vergessen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zusammenarbeit</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2016/07/P6180534-1024x768.jpg" alt="Heike Matthiesen und Ute-Gabriela Schneppat verneigen sich nach ihrer Darbietung in der Christuskirche Bad Homburg" class="wp-image-22599" srcset="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2016/07/P6180534-1024x768.jpg 1024w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2016/07/P6180534-300x225.jpg 300w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2016/07/P6180534-768x576.jpg 768w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2016/07/P6180534-800x600.jpg 800w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2016/07/P6180534-700x525.jpg 700w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2016/07/P6180534-1100x825.jpg 1100w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beim Konzert in der Christuskirche Bad Homburg</figcaption></figure>



<p>Eine ganz besondere Zeit war für mich auch die Zeit, in der wir musikalisch zusammenarbeiteten. Leider war diese Zeit viel zu kurz, denn Heike merkte damals, dass ihre Kraft <strong>bei ihren vielen Verpflichtungen nicht mehr für alles reichte</strong>. Sie fokussierte sich auf ihre Vorstandstätigkeit beim „Archiv Frau und Musik“ und ihre solistische Arbeit. Kammermusikalisch nahm sie nur noch die bereits bestehenden Konzertverpflichtungen wahr. <strong>Wir pausierten mit unserem Duo „flauta-gitarra“</strong>, um ihr etwas Luft zu verschaffen und planten unsere gemeinsame Arbeit nach einiger Zeit wieder aufzunehmen. Hier ein Mitschnitt aus unserem Konzert am 13.05.2017 in der GustavAdolf Kirche Mühlheim-Dietesheim: </p>



<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=HqQva_Ar6xs">https://www.youtube.com/watch?v=HqQva_Ar6xs</a></p>



<p>Doch dazu sollte es nicht mehr kommen:&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Krankheit</h2>



<p>Heike erhielt die <strong>Diagnose schwarzer Hautkrebs</strong>. Sie musste sich immer wieder operieren lassen. Ihr schönes Gesicht wurde <strong>durch die ganzen Operationen eine Zeitlang schief</strong>. Was das für sie bedeutet haben muss – wir können es nur erahnen. Es muss für sie ein entsetzlicher Umstand gewesen sein: <strong>Vor ihrer Erkrankung verließ sie nie ungeschminkt ihre kleine Wohnung</strong> in Frankfurt-Niederrad. Es könnte sie schließlich Jemand auf der Straße erkennen und ein Selfie mit ihr machen wollen. Damals war diese Denkart sehr ungewohnt für mich. Ich war noch nicht <strong>auf Social Media präsent</strong>. Dass ich es inzwischen bin, ist auch Heikes Verdienst. Sie hat mir immer und immer wieder diesen Schritt nahegelegt – und mir auch die ersten Anleitungen gegeben, wie man diese Kanäle bespielt. Nun ja, inzwischen gehe auch ich nicht mehr ungeschminkt aus dem Haus, obwohl die Gefahr, dass Jemand mit mir ein Selfie machen möchte, ehrlich gesagt nicht sehr hoch ist…</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aus dem Nähkästchen</h2>



<p>Heike machte sich nie große Sorgen über „später“. Sie verstand gar nicht, dass ich Wert darauflegte, für das Alter vorzusorgen. <strong>Ihre Gitarren seien ihre Altersvorsorge</strong>, sagte sie mal. Ob sie unbewusst wohl geahnt hat, dass sie keine Altersvorsorge treffen müsse?</p>



<p>Sie könne es sich nicht leisten, alt und krank zu werden. <strong>Daher investiere sie lieber in Gesundheit</strong>. Das waren ihre Worte. Und auch damit war sie vielen Kollegen und Kolleginnen unserer Generation voraus: Sie machte regelmäßig Sport, um fit zu bleiben und hatte Spaß an Bewegung. Sie <strong>kannte alle lateinamerikanischen Tänze</strong> (für mich ein fantastisches Learning bei der Einstudierung unseres Konzertprogramms mit u.a. „Histoire du tango“ von A. Piazolla), liebte Tango und machte Poledance.</p>



<p>Ich habe so viel durch sie und mit ihr gelernt und erlebt: <strong>Meine ersten Sushis habe ich mit ihr in einer Probenpause gegessen</strong>. Meine erste Playlist habe ich auf Spotify durch ihre Anregung angelegt. </p>



<p>Und das wohl Wichtigste: Ihr Herzensanliegen, <strong>die Musik von Komponistinnen bekannt zu machen</strong>, ist auch zu meinem Herzensanliegen geworden. Ohne sie hätte es weder ein und schon gar nicht zwei Konzertprogramme mit Werken von Komponistinnen von Karin und mir mit „Flöte an Tasten“ gegeben und natürlich auch nicht unsere CD „La flûte femme“.</p>



<p>Heike war <strong>ein besonderer Mensch</strong>: neugierig auf alles Neue, leidenschaftlich im Hier und Jetzt, begeisterungsfähig, unglaublich gebildet, immer präsent, hilfsbereit, empathisch und mit einem enormen Tiefgang bei allem.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dankbarkeit</h2>



<p>Ich bin unendlich dankbar, <strong>dass ich ein Teil ihres Lebens sein durfte</strong>. Und ich bin <strong>unendlich traurig</strong>, dass wir uns nun nicht mehr austauschen, über Gott und die Welt reden und zusammen lachen können.</p>



<p>Die letzte Nachricht, die ich von ihr erhielt, war eine Karte mit den Worten „Hab dich lieb“. </p>



<p>Heike &#8211; auch ich habe dich lieb und <strong>du fehlst mir einfach so sehr!</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="614" height="1024" src="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2024/01/WunschbaumYokoOno-614x1024.jpeg" alt="An einem Ast eines Apfelbaums im Vordergrund hängt eine Karte mit meinem Wunsch um Gesundheit für Heike Matthiesen. Am linken oberen Rand hängt eine weiter Karte. Im Hintergrund sieht man weitere Bäume über dem grünen Rasen, die voller weißer Wunschkarten sind." class="wp-image-25935"/><figcaption class="wp-element-caption">Yoko Onos Wunschbaum auf der Blickachsen Ausstellung 2019 mit meinem Wunsch für Heike</figcaption></figure>



<p>Ich habe von der „nmz“ die Erlaubnis bekommen, mein <strong>Interview mit Heike</strong> zur Veröffentlichung ihrer letzten CD „Guitar Divas“ (Ausgabe 07-08/2023) hier einzustellen. Ich möchte diesen Nachruf mit diesem Interview schließen. Denn was könnte ein besserer Nachruf sein als ihre eigenen Worte!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Musik perlend wie Champagner &#8211; Interview zum Release der CD &#8222;Guitar Divas&#8220;</h2>



<p>Die Frankfurter Ausnahmemusikerin, bis 2017 1. Schriftführerin des Frankfurter Tonkünstlerbund, bringt mit ihrer neuen CD <em>Guitar Divas</em> eine <strong>zweite CD ausschließlich mit Werken von Komponistinnen</strong> heraus. Diesmal mit Werken für Solo-Gitarre von Komponistinnen des 19. Jahrhunderts – eine <strong>absolute Rarität</strong>! Nicht nur in dieser Hinsicht ist diese CD herausragend.</p>



<p>Der Umstand, dass die Künstlerin seit 2019 mit einer inzwischen weit fortgeschrittenen Krebserkrankung leben muss und es unter diesen Bedingungen geschafft hat, eine neue CD einzuspielen, <strong>macht diese Neuerscheinung zu einem kleinen Wunder</strong>.</p>



<p>Ute-Gabriela Schneppat sprach mit der Künstlerin anlässlich des Releases ihrer neuen CD.</p>



<p>Nmz: Liebe Heike, die Begleitumstände des Releases deiner nun 5. CD im Mai sind nahezu dramatisch. Wie hast du es geschafft, trotz deiner Erkrankung die Belastung einer CD-Produktion zu stemmen?</p>



<p>Heike Matthiesen: Die Jahre mit den vielen Operationen sind gottlob vorbei. Ich bin inzwischen gut eingestellt. Mein Leben hat sich durch den Krebs sehr gewandelt. Ich habe gelernt, mit den Grenzen, die mir meine Erkrankung auferlegt, zu leben und mich mit ihnen zu arrangieren. Ich akzeptiere, dass <strong>ich nur begrenzt Energie habe und teile sie mir gezielt ein</strong>. Ich bin gezwungen, effektiv zu arbeiten, Prioritäten zu setzen und mit meinen Kräften zu haushalten. Ich bin im Stadium 4 – und es geht mir gut. Ich tue aber natürlich auch etwas dafür, achte auf meine Ernährung, treibe so gut ich kann Sport und versuche, so optimistisch wie möglich mein Leben zu leben.</p>



<p>Gerade die Einstudierung und Produktion meiner CD war mir eine <strong>große mentale und emotionale Unterstützung</strong>: Ursprünglich wollte ich mich mit dem Thema Tod in der Stückauswahl beschäftigen. Nach der Diagnose Krebs Stadium 4 ist dies ja naheliegend. Aber ich habe sehr schnell gemerkt, dass mich dies zu sehr runterzieht. Ich <strong>brauchte Licht, Leichtigkeit</strong> &#8211; also E-Dur. Und so habe ich mich mit Stücken beschäftigt, die diesen <strong>Gegenentwurf zu meiner Diagnose</strong> zum Leben erwecken. Ich habe mir mit dieser CD meinen <strong>eigenen psychischen Anker </strong>geschaffen. Die CD ist zu meiner inneren Sonne geworden.</p>



<p>Nmz: Gibt es Unterschiede zur Produktion der neuen CD zu den vergangenen CD-Produktionen im Ablauf?</p>



<p>HM: Ja einige. Zunächst hat die Produktion viel länger gebraucht als geplant. Durch meine Erkrankung hat sich alles <strong>um etwa ein Jahr nach hinten verschoben.</strong> Aber ich war einfach vorher durch die ganzen belastenden Behandlungen so erschöpft, dass ich teilweise <strong>nur eine Stunde am Tag üben </strong>konnte. Da habe ich dann ein sehr effektives Techniktraining durchgezogen. Das Ergebnis des <strong>Resettings meiner Technik</strong>: Ich bin technisch so fit, dass hochvirtuose Stücke wie auf der neuen CD überhaupt kein Problem für mich darstellen. Es ist einfach ein <strong>Vergnügen, die Finger tanzen zu lassen.</strong></p>



<p>Mein neues Label hat <strong>sehr viel Verständnis für meine Situation</strong>. So war es kein Problem, dass sich die Produktion verschoben hat. Für mich war es eine große Überraschung, wie positiv auf meine Erkrankung reagiert wurde. <strong>Krankheit ist doch ein Tabu im Musikleben.</strong> Ich habe daher mit großen Bauchschmerzen meine Erkrankung publik gemacht. Ich bekomme aber trotzdem Konzertanfragen. Früher habe ich geglaubt, dass ich nicht mehr gebucht werden würde, wenn ich mal ein Konzert absagen muss. Aber das stimmt nicht. Ich würde mir wünschen, dass das Thema Krankheit bei Musiker:innen nicht mehr tabubehaftet ist.</p>



<p>Der größte Unterschied zu den vergangenen CD-Produktionen ist, dass ich mir <strong>für die Vermarktung meiner CD Profis an Bord</strong> <strong>geholt</strong> habe. Das kostet natürlich, aber lohnt sich. Ich war z.B. schon beim WDR und SWR für Interviews und Rezensionen erscheinen auch in großen Zeitschriften und Magazinen. <strong>Zur Finanzierung habe ich ein Crowdfunding </strong>gemacht, das natürlich auch schon für erste Aufmerksamkeit gesorgt hat.</p>



<p>Nmz: Bei deiner CD <em>Guitar Ladies</em> hast du Musik von Komponistinnen aus verschiedenen Jahrhunderten eingespielt. Diesmal gibt es Musik ausschließlich von Komponistinnen des 19. Jahrhunderts. Was hat dich an dieser Auswahl gereizt?</p>



<p>HM: <strong>Werke von Komponistinnen für Gitarre solo sind eine Nische</strong>. Ich war da Vorstreiterin mit meiner CD Guitar Ladies. Da habe ich Stücke von Komponistinnen ausgewählt, die mir einfach besonders gut gefallen haben.</p>



<p>In der Zwischenzeit habe ich weiter geforscht. Seit geraumer Zeit <strong>pflege ich eine Datenbank mit Werken für Gitarre von Komponistinnen.</strong> Ich bekomme dafür Rückmeldungen rund um den Globus. Natürlich ist hier auch meine Tätigkeit für den Int. Arbeitskreis Frau und Musik und dem Archiv Frau und Musik von Nutzen. Ich sitze sozusagen durch meine Vorstandstätigkeit an der Quelle. Das Thema Komponistinnen ist mit der Pandemie regelrecht geboomt. Viele Kolleg:innen haben ihre Zwangspause genutzt sich mit neuen Themen auseinanderzusetzen. Die Anfragen an das Archiv haben deutlich zugenommen. Es sind etliche CDs mit Werken von Komponistinnen erschienen. Das neu nach der Pandemie erwachte Konzertleben widmet den Werken von Komponistinnen mehr Aufmerksamkeit.</p>



<p>Bei meinen Recherchen ist mir aufgefallen, dass es scheinbar <strong>wenig Stücke für Gitarre solo von Komponistinnen des 19. Jahrhunderts</strong> gibt. Die Gitarre war im 19. Jahrhundert ein Modeinstrument bei Gesellschaftsdamen. Es gibt unglaublich viele Portraits von Damen mit Gitarre. Und dass viele Frauen auch in vergangenen Jahrhunderten komponiert haben, ist durchaus bekannt. Von Komponistinnen verlegte Noten findet man aber wenig. Da ist <strong>richtige Detektivarbeit</strong> angesagt. Komponistinnen verlegten ihre Werke auch unter den Namen ihrer Ehemänner, unter Pseudonymen oder anonym. Nicht umsonst gibt es den Ausspruch: <strong>Herr Anonymus ist eine Frau</strong>.</p>



<p>Eine Frau wie Catherina Pratten, die in der damaligen Zeit selbst einen Verlag gründete, war da eine große Ausnahme. Aber auch sie hat zum Teil ihre Stücke unter dem Namen ihres Mannes als Madame Sidney Pratten herausgebracht. Andere Stücke trugen nur ihre Initialen, andere ihren Mädchennamen Pelzer. Da muss man erst einmal dahinterkommen, dass <strong>hinter diesen ganzen Namen ein und dieselbe Person steht!</strong> Und so geht es bei vielen Komponistinnen der vergangenen Jahrhunderte. Da ist noch sehr viel Forschungsarbeit zu leisten…</p>



<p>Nmz: Kannst du uns etwas über die Komponistinnen erzählen, deren Stücke auf deiner CD zu hören sind?</p>



<p>Da ist zum einen <strong>Catherina Josephina Pratten</strong>. Das war schon eine außergewöhnliche Frau: vom kölschen Mädchen zur gefeierten Gitarrenvirtuosin, Komponistin, Verlegerin und Pädagogin. Catherina Pratten hat den gesamten britischen Adel unterrichtet. Sogar die <strong>Kinder von Queen Victoria zählten zu ihren Schüler:innen</strong>. Sie hat zwei Gitarrenschulen herausgegeben. Bislang waren vor allem ihre „Lieder ohne Worte“ bekannt, die ich bereits bei den Guitar Ladies aufgenommen hatte. Ich habe mich sehr darüber gefreut, auch andere Stücke von ihr &#8211; darunter den hochvirtuosen Carneval de Venice &#8211; zu finden und aufzunehmen.</p>



<p>Das genaue Gegenteil zu Catherina Pratten ist <strong>Anne Catherine Emmerich</strong>, deren wunderbaren 6 Variationen auf meiner CD zu hören sind. Von ihr <strong>gibt es nur dieses bezaubernde Stück</strong>. Sonst nichts. Außer einem fraglichen Geburtsjahr und ein paar Konzertkritiken ist über sie (noch) nichts bekannt.</p>



<p><strong>Emilia Giuliani-Guglielmi</strong>, eine uneheliche Tochter des Gitarrenvirtuosen Mauro Giuliani, war verheiratet mit dem Sänger und Komponisten Luigi Guglielmi. Sie trat seit ihrer Kindheit als umjubelte Solistin europaweit auf und gilt als Erfinderin des künstlichen Flageoletts, damals als Doppelflageolett bezeichnet.</p>



<p>Der zweite Carneval auf meiner CD wurde von der Spanierin <strong>Maria Dolores de Goni </strong>geschrieben. Sie feierte vor allem in den USA große Erfolge und verlegte ihre Werke unter dem Nachnamen ihres zweiten Ehemannes als Mrs. Knoop.</p>



<p>Nmz: Gibt es Pläne für weitere CDs?</p>



<p>HM: Oh ja: Mit Ars Produktion<strong> sind noch 3 weitere CDs geplant</strong>. Ich hoffe, dass meine Krankheit mir Zeit lässt, diese Pläne alle zu verwirklichen. 2030 soll ja von Biontech das für mich perfekte Heilmittel herauskommen. Ich hoffe, dass ich bis dahin den Krebs in Schach halten kann.</p>



<p>Nmz: Wir wünschen dir von ganzen Herzen, dass dir das gelingt und wir noch viel wunderbare Gitarrenmusik durch dich erleben können!</p>



<p>Leider ist es dazu nicht mehr gekommen. <strong>Die <em>Guitar Ladies</em> sind Heikes Vermächtnis geworden</strong>. Ein Vermächtnis in E-Dur &#8211; wie sie es in ihrem Interview sagte.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li></li>
</ul>



<p></p>



<p>Mehr über Musikerinnen und Komponistinnen</p>



<p>Du möchtest mehr über Musikerinnen und Komponistinnen erfahren?</p>



<p></p>



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		<title>Samhain &#8211; Halloween</title>
		<link>https://www.schneppat-music.de/samhain-halloween/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ute- Gabriela Schneppat]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2023 14:31:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Flöte]]></category>
		<category><![CDATA[Musikerinnen]]></category>
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		<category><![CDATA[Beltane]]></category>
		<category><![CDATA[CD La Flûte Femme]]></category>
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		<category><![CDATA[Lughnasagh]]></category>
		<category><![CDATA[Musik von Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Samhain]]></category>
		<category><![CDATA[Tina Ternes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Samhain - Halloween<br />
Zu Samhain soll das Tor zur Welt der Toten offen sein</p>
<p>Dies ist der Titel des 1. Satzes der Dorischen Suite op. 80 für Flöte und Klavier der Komponistin Tina Ternes. Und dies ist auch der Inhalt des altkeltischen Festes Samhain, das auch heute noch unter dem Namen Halloween gefeiert wird.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.schneppat-music.de/samhain-halloween/">Samhain &#8211; Halloween</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.schneppat-music.de">Schneppat-Music</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img decoding="async" width="683" height="1024" src="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2023/10/halloween-5691911_1920-683x1024.jpg" alt="Der Rauch einer brennenden Kerze zieht ivor dem Hintergrund eines in Rot- und Orangetönen gedeckten Stilleben aus Äpfeln, einem Kürbis und gelb-grünen Blättern vor dem schwarzen Nachthimmel" class="wp-image-25920"/><figcaption class="wp-element-caption">halloween von ozaytseva by pixabay</figcaption></figure>



<p>Samhain – Halloween &#8211; Zu Samhain soll das Tor zur Welt der Toten offen sein</p>



<p>Dies ist der Titel des 1. Satzes der Dorischen Suite op. 80 für Flöte und Klavier der Komponistin Tina Ternes. Die geheimnissvolle Anderwelt kommt in die Welt der Lebenden.</p>



<p>Tina Ternes: Dorische Suite op. 80 1. Satz Samhain <a href="https://floete-an-tasten.bandcamp.com/track/samhain-1-movement-from-dorische-suite-by-tina-ternes">https://floete-an-tasten.bandcamp.com/track/samhain-1-movement-from-dorische-suite-by-tina-ternes</a></p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Samhain</h2>



<p></p>



<p>Samhain ist das k<strong>eltische Neujahrsfest</strong>. Mit Imbolc, Beltane und Lughnasagh gehört Samhain zu den <strong>4 großen keltischen Mondfesten</strong>. </p>



<p>Ursprünglich wurde es wahrscheinlich nicht an einem fixen Datum gefeiert sondern einer Mondphase zugeordnet. Im Neuheidentum wird Samhain der <strong>Neumondnacht des Skorpion Mondes</strong> zugeordnet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">über 2000 Jahre</h2>



<p>Das Fest wurde wahrscheinlich schon i<strong>n der Antike gefeiert</strong> und blickt daher auf eine etwa 2000 Jahre alte Tradition zurück. </p>



<p>Es bedeutet übersetzt „<strong>das Ende des Sommers</strong>“: Große Feuer wurden angezündet. Die Menschen liefen durch die Gluten und nahmen die Glut für das eigene Herdfeuer nach Hause mit. Die Tiere wurden von der Weide zurückgeholt und geschlachtet. Die Felder waren zu Samhain abgeerntet. Alles, was noch auf den Feldern, wurde dort belassen und so den Geistern geopfert.</p>



<p>In den alten keltischen Mythen <strong>erlegt der Jäger zu Samhain den Jahreskreiskönig</strong> und verschleppt dessen Frau, die Vegetationsgöttin, in die Unterwelt. In der Hoffnung auf die Wiederkehr des Lichtes und der Fruchtbarkeit wurden in keltischer Zeit wahrscheinlich nicht nur Feuer angezündet, sondern auch dem <strong>Unterweltsgott Cenn Crúach Blutopfer </strong>dargebracht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tor zur Anderwelt</h2>



<p>Der Überlieferung nach waren in dieser besonderen Nacht <strong>die Tore zur Anderwelt geöffnet</strong>: </p>



<p>So konnten <strong>Elfen und Geister </strong>in die Welt der Lebenden kommen. Auch mit den <strong>verstorbenen Ahnen</strong> konnte in Kontakt getreten werden. So entwickelten sich wohl Bräuche, die sich teilweise heute noch in den Bräuchen zu Halloween erhalten haben:</p>



<p>Es wurde in die Zukunft geblickt und geweissagt.</p>



<p>Um die Geister und Feen zu besänftigen, wurden <strong>Speisen und Getränke vor die Tür gestellt</strong>. Schließlich sollten Mensch und Vieh den langen Winter gut überstehen.</p>



<p>An der abendlichen Tafel wurde für die verstorbenen Ahnen <strong>ein leeres Gedeck</strong> hingestellt. Damit sie den Weg zum Hause finden konnten, wurde ein <strong>Licht in einer ausgehöhlten Rübe ins Fenster</strong> gestellt. Heute stellt man stattdessen das Licht in einen ausgehölten Kürbis.</p>



<p>Auch das <strong>Verkleiden und das von Tür zu Tür ziehen</strong>, wie wir es heute von den Kindern zu Halloween kennen, ist wohl auf einen alten keltischen Brauch zu Samhain zurückzuführen:</p>



<p>Auch die Kelten verkleideten sich in schaurige Kostüme, zogen von Tür zu Tür und <strong>sammelten Essen</strong>. Als Dank wurden Gedichte oder Verse vorgetragen – wie heute bei Trick or Treat.</p>



<p></p>



<p>IMöchtest du einen musikalischen Eindruck zu Samhain hören: Das Auftaktstück unserer CD „La flûte femme“ heißt Samhain und entführt dich in die geheimnissvolle Anderwelt der Geister, Feen und Toten.</p>



<p><a href="https://floete-an-tasten.bandcamp.com/track/samhain-1-movement-from-dorische-suite-by-tina-ternes">https://floete-an-tasten.bandcamp.com/track/samhain-1-movement-from-dorische-suite-by-tina-ternes</a></p>



<p></p>



<p></p>



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		<title>Komponistinnen vorgestellt: Felicitas Kukuck</title>
		<link>https://www.schneppat-music.de/komponistinnen-vorgestellt-felicitas-kukuck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ute- Gabriela Schneppat]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Feb 2023 17:44:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Musikerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Duo Flöte-Klavier]]></category>
		<category><![CDATA[Es führt über den Main]]></category>
		<category><![CDATA[Felicitas Kukuck]]></category>
		<category><![CDATA[Flöte]]></category>
		<category><![CDATA[Kammermusik]]></category>
		<category><![CDATA[Komponistinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik von Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[verfemte Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitzeugnis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Komponistin Felicitas Kukuck zählt zu den Musiker*innen, die durch die Nationalsozialisten verfolgt wurden. Sie hat viele Lieder komponiert, von denen hier im Rhein-Main-Gebiet vorallem das Lied "Es führt über den Main" bekannt ist. </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="768" height="993" src="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2023/02/Fotografie-Kukuck-Quelle-Archiv-Frau-und-Musik-768x993-1.jpg" alt="Die gerahmte Fotografie der Komponistin Felicitas Kukuck zur Verfügung gestellt von Archiv Frau und Musik" class="wp-image-25804" title="Undine Smith Moore" srcset="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2023/02/Fotografie-Kukuck-Quelle-Archiv-Frau-und-Musik-768x993-1.jpg 768w, https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2023/02/Fotografie-Kukuck-Quelle-Archiv-Frau-und-Musik-768x993-1-480x621.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 768px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Komponistin Felicitas Kukuck. Quelle: Archiv Frau und Musik</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Felicitas Kukuck</h2>



<p>(* 02. November1914 in Hamburg; † 04. Juni 2001, Hamburg)</p>



<p>Die Komponistin Felicitas Kukuck zählt zu den Musiker*innen, die durch die Nationalsozialisten verfolgt wurden. Sie hat viele Lieder komponiert, von denen hier im Rhein-Main-Gebiet vorallem das Lied &#8222;Es führt über den Main&#8220; bekannt ist. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Leben</h2>



<p>Felicitas Kukuck wurde am 2. November 1914 in Hamburg in eine <strong>jüdisch-stämmige Familie</strong> geboren. Ihr Vater, Prof. Dr. med. Otto Cohnheim, war Arzt und Physiologe, die <strong>Mutter ausgebildete Sängerin</strong>. Auf Drängen der Großmutter von Felicitas änderte der Vater den Familiennamen 1916 in Kestner. Damit wollte sie die Famile vor den immer mehr zunehmenden Anfeindungen schützen.</p>



<p>Felicitas <strong>enorme musikalische Begabung</strong> zeigte sich sehr früh: Sie erfand oft Melodien zu kleinen Verse aus Bilderbüchern und begann, Klavier zu spielen. Ab dem Alter von 10 Jahren erhielt sie Klavier Unterricht. Sie <strong>begleitete ihre Mutter oft am Klavier</strong>. Sie bekam dadurch ein feines Gespür für die Sprachmelodie des Gesanges. Dies prägte ihre spätere Arbeit als Komponistin. Sie <strong>dachte stets vom Gesang her </strong>und bezog die Kompositionen immer auf den Text.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Man muss immer wissen, wo geatmet wird“</p>
<cite>Felicitas Kukuck</cite></blockquote>



<p>Dass sie jüdische Wurzeln hatte, wurde Felicitas Kukuck erst bewusst, als ihr <strong>wegen ihrer jüdischen Herkunft </strong>der Zugang zum Studium an der Hochschule für Musikerziehung und Kirchenmusik in Berlin verwehrt wurde. Sie studierte stattdessen <strong>Klavier und Querflöte</strong>, erhielt aber <strong>keine Unterrichtserlaubnis</strong> als staatlich geprüfte Privatmusiklehrerin. Komposition studierte Felicitas Kukuck von 1936 bis 1938 <strong>bei Paul Hindemith</strong>. Diese Zeit beschrieb sie in ihrer Autobiografie als <strong>Wende in ihrem Leben</strong>:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Hindemith war ein großartiger Lehrer. […] das interessanteste und anregendste, was wir bei ihm lernten, war die einstimmige Melodie! Es durfte kein Lied sein, kein Sonatenthema, kein Fugenthema, sondern die Melodie &#8218;an sich&#8216;. Diese Untersuchungen waren das interessanteste und anregendste, was ich in meinem Studium erlebt habe.&#8220;</p>
<cite>Felicitas Kukuck</cite></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Autobiografie</h2>



<p>Ihre Autobiografie ist hochinteressant! In ihr beschreibt Felicitas Kukuck ausführlich und sehr anschaulich ihr <strong>Leben bis zum Jahre 1949</strong>: die <strong>Zeit während des Krieges in Berlin</strong> mit ihrem kleinen Sohn, in denen sie unter anderem eine Jüdin in ihrer Wohnung versteckte. Sie berichtet von den Tagen im Dunkeln des Luftschutzkellers am Ende des Krieges, den Wirren nach der Eroberung Berlins und vom <strong>Sommer nach dem Krieg in Heiligense</strong>e, wo sie mit ihrem Sohn Unterschlupf bei Freunden gefunden hatte. Sie erzählt, wie sie ihren Sohn mit der <strong>„Aktion Storch“</strong> nach Westdeutschland schicken konnte. Und sie beschreibt wie sie mit einem Flüchtlingszug <strong>nach Hamburg zurückkehrte</strong>. Das Leben der kleinen und immer größer werdenden Familie mit den vielen, durch die Nachkriegsjahre geprägten Schwierigkeiten ist <strong>ein lebendiges Zeugnis der damaligen Lebensumstände</strong>.&nbsp;</p>



<p>In ihrer Autobiografie erlebt man wirklich <strong>den Menschen Felicitas Kukuck</strong>. Ich hatte den Eindruck, dass sie dieses Buch für ihre Kinder geschrieben hat. Denn es handelt fast ausschließlich von ihrer Familiengeschichte – und <strong>nur am Rande von ihrem Beruf als Musikerin und Komponistin</strong>. Nichtdestotrotz atmet jede Zeile des Buches Musik. Es beschreibt ein <strong>Leben, das durch und durch von Musik durchzogen</strong> war. Interessanterweise endet die Autobiografie mit der trockenen Nachricht, dass ihre Eltern 1949 aus dem englischen Exil nach Hamburg zurückkehrten. Die Familie ist wieder zusammen…</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Komponistin</h2>



<p>Als Komponistin bevorzugte Felicitas Kukuck eine <strong>tonale Musiksprache</strong>. Ihre Musiksprache stützt sich auf die <strong>Obertonreihe und elementare Intervall</strong>e wie Oktave und Quinte. Den Kompositionsstil ihres Lehrer Paul Hindemith kann man in ihren Werken erahnen. <strong>Ausgangspunkt für ihre Kompositionen waren oft Texte</strong>, sei es in Form von Volksliedern, Chorälen oder Gedichten. Sie überprüfte ihre Kompositionen immer wieder hinsichtlich ihrer kompositorischen Prinzipien und der harmonischen Zusammenhänge.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„[…] Der nächste Schritt ist dann die Komposition einer Melodie, die sich auf diesen Text oder auf Textabschnitte bezieht. Ich überprüfe dann diese Melodie auch hinsichtlich der Verwirklichung meiner kompositorischen Prinzipien (…). Nach diesem Kompositionsschritt kontrolliere ich den harmonischen Zusammenhang meiner Kompositionen, indem ich die zweite Stimme einer Basslinie zu der Melodie hinzukomponiere. Diese Stimme dient der Feststellung der harmonischen Gestalt der Melodie und ist deshalb später durchaus wieder veränderbar.“</p>
<cite>Felicitas Kukuck</cite></blockquote>



<p>Felicitas Kukucks Werk umfasst <strong>über 1000 Werke</strong>: hauptsächlich Vokalmusik, darunter Chorwerke, Lieder und Kantaten. Sie schrieb aber <strong>auch Kammermusik und Instrumentalwerke</strong>, die jedoch weniger bekannt sind. Die Spannbreite reicht dabei von einfachen, volkstümlich anmutenden Werken bis hin zu abendfüllenden Werken wie ihre Oper Moses. Viele ihrer Instrumentalwerke sind für Kinder geschrieben. Sie schrieb <strong>viel für Laien</strong> und passte den Schwierigkeitsgrad dem jeweiligen Könnens an.</p>



<p>Das Musikleben Hamburgs bereicherte sie auch durch den von ihr gegründeten <strong>Kammerchor Blankenese</strong>.&nbsp;</p>



<p>Die Stadt Hamburg würdigte ihr Schaffen mit der Verleihung der <strong>Biermann-Ratjen-Medaille 1989</strong> und der <strong>Johannes-Brahms-Medaille 1994</strong>. In Hamburg-Altona wurde 2016 <strong>eine Straße nach ihr benannt</strong>.</p>



<p>Felicitas Kukuck starb am 4. Juni 2001 in Hamburg-Blankenese.</p>



<p>Ihr Solostück für Flöte „Die Lerche“ ist Bestandteil meines Soloprojekts „Flötensplitter“. Ihre Sonate für Flöte und Klavier passt in verschiedene Programme meines Duos „Flöte an Tasten“. Mal sehen, wann wir sie zum ersten Mal aufführen werden.</p>



<p><em>Quellen </em>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Autobiografie</li>



<li><a href="http://www.felicitaskukuck.de" rel="nofollow">http://www.felicitaskukuck.de</a></li>



<li><a href="https://www.archiv-frau-musik.de/felicitas-kukuck-1914-2001	 https://zkm.de/de/felicitas-kukuck" rel="nofollow">https://www.archiv-frau-musik.de/felicitas-kukuck-1914-2001  https://zkm.de/de/felicitas-kukuck</a></li>



<li><a href="https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/akteurinnen/felicitas-kukuck" rel="nofollow">https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/akteurinnen/felicitas-kukuck</a></li>



<li><a href="https://mugi.hfmt-hamburg.de/receive/mugi_person_00000459" rel="nofollow">https://mugi.hfmt-hamburg.de/receive/mugi_person_00000459</a></li>



<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Felicitas_Kukuck" rel="nofollow">https://de.wikipedia.org/wiki/Felicitas_Kukuck</a></li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li></li>
</ul>



<p></p>



<p>Mehr über Komponistinnen</p>



<p>Du möchtest mehr über Komponistinnen erfahren?</p>



<p>Auch nachdem nun über alle Komponistinnen aus unserem neuen Konzertprogramm ein Blogartikel erschienen ist, wird die Reihe &#8222;Komponistinnen vorgestellt&#8220; fortgesetzt.</p>



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		<item>
		<title>Komponistinnen vorgestellt: Undine Smith Moore</title>
		<link>https://www.schneppat-music.de/komponistinnen-vorgestellt-undine-smith-moore/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ute- Gabriela Schneppat]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2022 13:21:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Musikerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Afroamerikanische Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Duo Flöte-Klavier]]></category>
		<category><![CDATA[Flöte]]></category>
		<category><![CDATA[Kammermusik]]></category>
		<category><![CDATA[Komponistinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik von Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Undine Smith Moore]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.schneppat-music.de/?p=25592</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die amerikanische Komponistin Undine Smith Moore wird bis heute als "The Dean of Black Women Composers" bezeichnet. Sie komponierte mehr als 100 Werke für Chor und Instrumentalmusik. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.schneppat-music.de/komponistinnen-vorgestellt-undine-smith-moore/">Komponistinnen vorgestellt: Undine Smith Moore</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.schneppat-music.de">Schneppat-Music</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/File:Professor_Undine_Smith_Moore.jpg"><img decoding="async" width="184" height="196" src="https://www.schneppat-music.de/wp-content/uploads/2022/08/Professor_Undine_Smith_Moore.jpeg" alt="Undine Smith Moore" class="wp-image-25593" title="Undine Smith Moore"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Undine Smith Moore | <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/File:Professor_Undine_Smith_Moore.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow">Bildquelle</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Undine Smith Moore </h2>



<p>(* 25. August 1904 in Jarrat, Virginia, USA; † 6. Februar 1989, Petersburg, Virginia, USA)</p>



<p>Die amerikanische Komponistin Undine Smith Moore entdeckte ich erst durch meine Recherche nach Werken von Komponistinnen für Flöte und Klavier. Bei Wikipedia waren „Drei Stücke für Flöte und Klavier“ unter ihren Kompositionen gelistet. Meine Neugier war geweckt, doch die Noten waren nirgends zu bekommen. Sie sind nicht verlegt. </p>



<p>Ich möchte dir erzählen, wie ich trotzdem an die Noten gekommen bin und dir dabei eine bemerkenswerte Komponistin vorstellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Leben</h2>



<p>Undine Smith Moore war die jüngste von drei Kindern und kam als Enkelin von Sklaven 1904 in Jarrat im US-Bundesstaat Virginia auf die Welt. Ihre musikalische Ausbildung startete früh. Mit sieben Jahren nahm sie Klavierunterricht und studierte später Klavier und Komposition an der Fisk Universität in Nashville, wo sie ihr Studium 1926 mit Auszeichnung abschloss. Als erste Fisk-Studentin überhaupt erhielt sie ein Stipendium für die Juilliard School in New York City. </p>



<p>Ihr Weg führte sie 1927 als Dozentin für Klavier, Orgel und Musiktheorie an die heutigen Virginia State University. Parallel besuchte sie das Columbia University Teachers&#8216; College in New York, wo sie 1931 ihr Studium mit einem M.A. abschloss.</p>



<p>1938 heiratete sie James Arthur Moore, 1941 kam die gemeinsame Tochter Marie Hardie zu Welt.</p>



<p>Das <strong>Unterrichten stand für Smith Moore immer vor ihrem künstlerischen Schaffen</strong>. Der Virginia State University blieb sie als Dozentin über 40 Jahre bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 1972 treu. </p>



<p>Sich selbst bezeichnete sie als </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;a teacher who composes, rather than a composer who teaches.&#8220; </p>
<cite>Quelle: <a href="https://www.musicbywomen.org/composer/undine-smith-moore/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Music by women</a></cite></blockquote>



<p>Bis heute ist sie als &#8222;<strong>The Dean of Black Women Composers</strong>&#8220; bekannt. Sie war eine Mentorin für viele bekannte Musiker:innnen, unter anderem für den Jazz-Pianisten Billy Taylor oder die Sopranistin Camilla Williams. </p>



<p>Undine Smith Moore <strong>Fokus lag darauf, schwarze Musiker:innen zu unterstützen</strong>. Unter anderem was sie Mitgründerin des Black Music Center im Jahr 1969. Für sie eine ihrer bedeutendsten Leistungen.</p>



<p>Auch nach ihrem Ruhestand gab sie weiter Workshops zu schwarzen Komponist:innen und arbeitete als Gastprofessorin. Sie wurde mit zahlreichen Würdigungen und Ehrendoktortiteln ausgezeichnet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stil</h2>



<p>Smith Moores Kompositionen wurden im Laufe der Jahre immer mehr von der traditionellen afro-amerikanischen Musik inspiriert, die sie vor allem in ihrer Kindheit umgeben hat.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;&#8230;the songs my mother sang while cooking dinner; the melodies my father hummed after work moved me very deeply… In making these arrangements my aim was not to make something ‘better’ than what was sung. I thought them so beautiful that I wanted to have them experienced in a variety of ways &#8212; by concert choirs, soloists, and by instrumental groups.&#8220;</p>
<cite>Quelle: <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Undine_Smith_Moore#cite_note-27">Wikipedia</a> </cite></blockquote>



<p>Sie selbst bezeichnet Bach und &#8222;black folk music&#8220; als ihre Einflüsse. </p>



<p>Ihr Stil ist beeinflusst von Techniken des 20. Jahrhunderts. Die Werke weisen meist dissonante, bitonale und kontrapunktische Züge auf.  </p>



<h2 class="wp-block-heading">Werke</h2>



<p>Nur 26 der über 100 Werke von Undine Smith Moore wurden bisher verlegt. Viele ihrer Kompositionen sind von schwarzer Kirchenmusik inspiriert. Am bekanntesten ist wohl das <strong>Oratorium „Scences from the Life of a Martyr“</strong>, das 1981 für einen <strong>Pulitzer-Preis</strong> nominiert wurde und auf dem Leben von Dr. Martin Luther King Jr. beruht. Ihr Fokus lag auf Kompositionen von Chor-Musik, hier gibt es von ihr mehr als 50 Stücke für Chor. Zu ihren Werken zählen aber auch mehrere Instrumentalstücke. </p>



<p>Meine Suche nach ihren drei Stücken für Flöte und Klavier führte mich über einen Social Media-Aufruf zum Institut für Afroamerikanische Musik der Universität Indiana. Diese verwaltet den Nachlass der Komponistin. </p>



<p>Um die Stücke aufführen und aufnehmen zu dürfen, benötigte ich jedoch die Genehmigung der Tochter von Undine Smith Moore. Und diese habe ich inzwischen erhalten.  Auch die Noten sind bei mir eingetroffen. </p>



<p>Sie warten jetzt darauf, für das nächste Komponistinnen-Programm einstudiert zu werden.</p>



<p></p>



<h4 class="wp-block-heading"><em>Quellen </em></h4>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Undine_Smith_Moore" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikipedia</a></li>



<li><a href="https://de.wikibrief.org/wiki/Undine_Smith_Moore" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikibrief</a></li>



<li><a href="https://van-magazin.de/mag/250-komponistinnen-undine-moore-smith/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Van Magazin</a></li>



<li><a href="http://africandiasporamusicproject.org/undinesmith_moore" target="_blank" rel="noreferrer noopener">African Diaspora Music Project</a></li>



<li><a href="https://www.artsongaugmented.org/undine-smith-moore" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Art Song Augmented</a></li>



<li><a href="https://www.musicbyblackcomposers.org/2017/08/25/undine-smith-moore/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Music by Black Composers</a></li>



<li><a href="https://www.musicbywomen.org/composer/undine-smith-moore/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Musik by Women</a></li>
</ul>



<p></p>



<h4 class="wp-block-heading">Mehr über Komponistinnen</h4>



<p>Du möchtest mehr über Komponistinnen erfahren?</p>



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